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In einem katastrophalen ersten Viertel fanden die Treuchtlinger überhaupt nicht ins Spiel, ließen einfache Punkte liegen und agierten in der Abwehr ohne die von Trainer Stephan Harlander geforderte Intensität. So fiel es den Hausherren leicht, sich innerhalb weniger Minuten einen 14-Punkte-Vorsprung zu erspielen. Die VfL-Baskets fanden offensiv wie defensiv keine Mittel gegen die Dachau Spurs. Und wenn es dann nicht läuft, fehlt auch noch das nötige Glück, wie beim „Dreier“ von Kapitän Fabian Ferschl in der letzte Sekunde vor der Halbzeit, der eigentlich hätte zählen müssen.
Auch nach der Pause schienen die Treuchtlinger wieder nicht mit der nötigen Körperspannung auf dem Spielfeld zu stehen, und es dauerte fast bis zur Mitte des dritten Viertels, bis sie ihren Rhythmus fanden. Dann war er endlich da, der nötige Biss, den man im Abstiegskampf dringend braucht, und die VfL-Baskets kämpften sich Punkt um Punkt heran. Vor allem Lars Stecher zeigte in dieser Phase eine überragende Verteidigungsleistung gegen den Topscorer der 1. Regionalliga Südost, Omari Knox.
Die Gäste kämpften sich mehr und mehr heran. Zwölf Sekunden vor Schluss dann der nicht mehr für möglich geglaubte Führungswechsel: Die VfL-Korbjäger zogen mit 72:71 vorbei. Auf der Gegenseite gab es schließlich sechs Sekunden vor Ende des Spiels trotz guter Verteidigung einen Foulpfiff. Zwei verwandelte Freiwürfe von Omari Knox (insgesamt 33 Punkte) führten schließlich zum 73:72-Sieg der Dachauer. Im Hinspiel hatten die Treuchtlinger nach einem 18-Punkte-Vorsprung noch verloren (59:66), diesmal hätten sie den Spieß selbst fast noch in die andere Richtung gedreht, aber eben nur fast.
Trainer Stephan Harlander sprach nach der spannenden Partie von „zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten: In der ersten Hälfte haben die Dachauer intensiver, mit mehr Energie und besser als Team gespielt. Der VfL war das Gegenteil. In der zweiten Halbzeit haben wir mit einer ganz anderen Intensität gespielt. Es hat nicht viel gefehlt, und mit ein bisschen Glück hätten wir noch gewonnen. Aber das wäre des Guten zu viel gewesen“. Harlanders Schlussfolgerung: „Wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute alles geben. Das haben wir heute nur 15 Minuten lang getan.“
Der VfL will nun die Faschingspause nutzen, um so manchen verletzten und angeschlagenen Spieler wieder fit zu bekommen. Weiter geht es dann mit zwei Heimspielen binnen drei Tagen: Am Freitag, 15. Februar, um 20.30 Uhr ist der
in der Senefelder-Halle zu Gast; am Sonntag, 17. Februar, um 16.00 Uhr kommt der BC Energie Zwickau nach Treuchtlingen.
VfL-Baskets Treuchtlingen: Fabian Ferschl (7 Punkte, 6 Assists), Tim Eisenberger (17, Punkte, 10 Rebounds), Peter Maischak (26 Punkte, davon 5 Dreier, 11 Rebounds), Claudio Huhn (10 Punkte), Lars Stecher (2), Sebastian Ferschl (3), Nico Hirschmann (2), Oliver Linss (2), Martin Donaubauer, Arne Stecher (3).
Dachau Spurs (Topwerte): Omari Knox (33 Punkte, 17 Rebounds), Johannes Kriegereit (16 Punkte), Tilman Bondzio (11 Punkte, 6 Assists).
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