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Das Wahlgeschehen im Wachsteiner Gasthaus Oster bot keine Überraschungen. Drei der Damen, die bisher im Beirat vertreten waren, sind es weiterhin: Marianne Auernhammer (Burgsalach), Irene Lindner (Gersdorf) und Birgit Schmidt (Heunischhof bei Treuchtlingen). Zumindest zwei neue Gesichter aber gibt es in der Führungsriege der Landfrauen: Barbara Nehmeier (Geiselsberg) und Jutta Oberhauser (Hüssingen). Sie treten in große Fußstapfen. Denn die aus ihren Ämtern auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Vorgängerinnen heißen Christa Breit (Schambach) und Gerda Reißlein (Wettelsheim), zwei langjährige Ikonen landfraulichen Engagements in Altmühlfranken, die nun etwas kürzer treten wollen.
Alle Wahlergebnisse waren eindeutig – nur einige wenige Enthaltungen galt es zu verzeichnen, berichteten die Verantwortlichen des Bauernverbandes im Nachgang zu der nichtöffentlichen Wahl. Gegenvorschläge gab es demnach nicht.
Horrer bedankte sich bei den 76 Wahlberechtigten für das Vertrauen und bei ihren Mitstreiterinnen im Vorstand für die Bereitschaft, sich die nächsten fünf Jahre einzubringen. Denn in diesem Gremium Mitglied zu sein, heißt selbst kräftig mit anpacken, machte die Kreisbäuerin beim Pressegespräch nach der Wahl deutlich. Die Fülle der Aufgaben erfordere es einfach, vieles zu delegieren. Wenn große Aufgaben wie etwa die Präsentation der Landfrauen an der Verbrauchermesse Consumenta anstünden, müsse keine ihrer Damen „lange auf einen Anruf von mir warten,“ so Horrer.
Durch die Neubesetzungen im Beirat sei es auch gelungen, „den Landkreis von einem Ende bis zum anderen personell widerzuspiegeln“. Auch das ganze Spektrum der Branche sei abgedeckt. Erfahrungen aus Land- und Energiewirtschaft, Neben- und Vollerwerb, Tourismus und Direktvermarktung seien hier gebündelt. Die Landfrauen seien auch generell im Landkreis gut aufgestellt. Es gäbe nicht nur die Geschlossenheit in den eigenen Reihen, so Horrer: „Die gute Mitgliederstabilität ist sehr hoch.“ Zudem sorgten die Damen so auch für Geschlossenheit innerhalb des Berufsstandes, trotz inhaltlicher Diskussionen. Horrers Fazit: „Ich fühle mich wohl mit und bei Euch!“
Ihre Mitstreiterinnen hätten ihr viele Impulse mit auf den Weg gegeben und sie „gelehrt, kleine Schritte zu gehen“, und nicht mit dem Kopf durch die Wand zu wollen oder etwas übers Knie zu brechen. Es sei gelungen, die Rolle der Landfrauen als Bindeglied zwischen Politik, Landwirtschaft und Gesellschaft zu stärken.
Horrer blickte auf viele Aktionen ihrer ersten Amtszeit zurück. So waren etwa die Landkreisrundfahrten von ihr gleich zu Beginn ihrer Tätigkeit als Kreisbäuerin angestoßen worden. Die BBV-Kerze wandert derzeit wahlperiodenübergreifend durch alle 112 Ortsverbände. T-Shirts mit Sprüchen wie „kuhl drauf“, Kindertage auf dem Bauernhof, Kalender mit regionalen Rezepten und Bildern hiesiger Landfrauen, Schulkalender und vieles mehr: Die letzten fünf Jahre seien von vielen Aktivitäten geprägt gewesen. „So geht es auch in der Zukunft weiter“, versprach Horrer.
Ihre neuen Ideen wollte sie beim Pressegespräch in Wachstein aber noch nicht verraten. Lob für die Landfrauenarbeit im Landkreis gab es auch von übergeordneter Stelle: Die scheidende Bezirksbäuerin Marlene Mortler bekundete ihren Respekt vor dem hiesigen Engagement und forderte zu einem gesunden Selbstvertrauen auf: „Wenn wir selbst uns nicht wichtig nehmen, können uns andere auch nicht wichtig nehmen!“