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Und so war es denn auch kein Wunder, dass der Besucherzuspruch in der Weißenburger Altstadt am Samstagabend anfänglich zu wünschen übrig ließ.
Und überhaupt zieht man ja heutzutage sowieso erst zu späterer Stunde um die Häuser. Daher füllten sich die zwölf Lokalitäten der Kulttour erst ab 21.30 Uhr besser mit Gästen.
Die erlebten aber vielerorts richtig gute handgemachte Musik. Beispielsweise in der Mocambo die Band „Recall“, die Hitgiganten und Rockklassiker sowas von exakt und gut spielte, dass man mitunter die Originalbands gar nicht vermisste. Besonders bemerkenswert: die Auftritte der Frontsänger Thomas Schärtel und Eva-Maria Bauer, zwei echte Rockröhren.
Eine ganz andere Musikwelt erwartete die Kulttourer im Irish Pub O’Keys. Dort hatte die fränkisch-bayerische Band „Irxn“ einen kraftstrotzenden Auftritt hingelegt. „Irxn“ spielt einen ganz eigenen Stil, der sich nirgends einordnen lässt. Mal klingt die Band rockig, folkig, mal mystisch, mal melodiös. Und optisch sind die fünf Musiker bei ihren Liveauftritten auf jeden Fall ein Erlebnis.
Während Irxn alleine eine Kneipe für sich hatte, teilten sich im Pavillon des Cafés Wahnsinn „A.L.C.“ und die „King of Pancakes“ abwechselnd die Bühne. Nicht weit entfernt davon spielten im „L’incontro“ die drei Jungs von „Pompeji“ auf. Lauter Eigenkomposition – richtig hörenswert.
Alle 13 Bands und die drei DJs einzeln hier aufzuführen, die an der vom Culture Club Casablanca präsentierten Veranstaltung in der Weißenburger Altstadt dabei waren, würde den Rahmen sprengen. Es bleibt zu hoffen, dass einige von ihnen den Weg zur 14. Kulttour wiederfinden und dass es das Kneipenfestival im nächsten Jahr wieder gibt – auch wenn der Publikumszuspruch bei der 13. Auflage noch besser hätte sein können.