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In einer sehr offenen Darstellung wurde deutlich, dass es zu Problemstellungen in nahezu allen denkbaren Bereichen gekommen ist“, heißt es in dem Pressebericht der Kapelle. „Es war keine Beziehung da – es hat von vornherein einfach nicht funktioniert“, wird Sabine Dannewald als Mitglied des Vorstands zitiert. Zwischenzeitlich sei Dietmar Klenk auch von der Stadt Pappenheim im Rahmen eines Auflösungsvertrages aus seinen Pflichten entlassen worden und hat seine Mitgliedschaft in der Stadtkapelle gekündigt.
Das Hauptorchester der Stadtkapelle Pappenheim und auch das Nachwuchsorchester werden, bis ein neuer Dirigent gefunden ist, übergangsweise von Stefan Kittsteiner geleitet. Er wird daber von Ina Stengl aus Treuchtlingen vertreten.
Die Jahreshauptversammlung im Haus des Gastes war die erste in der Geschichte der Pappenheimer Stadtkapelle. Denn erst im Mai vergangenen Jahres wurde die Kapelle zu einem eingetragenen Verein mit allen damit verbundenen Rechten und Pflichten. 15 Gründungsmitglied waren vor gut einem halben Jahr beigetreten, mittlerweile ist man bei 38 Mitgliedern angekommen, wovon 29 aktive Musiker sind. Kittsteiner verwies darauf, dass der Verein gerne auch passive Mitglieder als Förderer in seinen Reihen begrüße.
In seinem Jahresbericht hielt der Vereinsvorsitzende Rückschau auf ein bewegtes erstes Vereinsjahr. Als Höhepunkte der Auftritte im Jahr 2011 hob er die musikalische Begleitung von vier Umzügen in der Karnevalshochburg Köln, den Auftritt beim Geburtstag von Gräfin Ursula zu Pappenheim und das Frühlingskonzert in der Pappenheimer Grundschule hervor. Die Stadtkapelle trat insgesamt 14-mal auf.
Mit Zuversicht geht das Ensemble in das neue Jahr. Stefan Kittsteiner hat bereits ein Marschbuch mit 25 Musikstücken zusammengestellt, und am Faschingswochenende geht es wieder auf nach Köln. In der Karnevalshochburg wird dann von den Pappenheimern bei den Karnevalszügen der Marsch geblasen. Hierbei wird das
Orchester von Mitgliedern der Musikkapellen Treuchtlingen, Weißenburg und Huisheim verstärkt.
Natürlich wird die Stadtkapelle 2012 auch in Pappenheim und Umgebung wieder sehr präsent sein. Geplant ist unter anderem ein Herbstkonzert für den 28. Oktober.
Auch Peter Krauß, Gründungs- und Ehrenmitglied der Kapelle und frühere Pappenheimer Bürgermeister, meldeten sich auf der Versammlung zu Wort. Er zollte Stefan Kittsteiner, den er von Kindesbeinen an kennt, höchsten Respekt für dessen Entwicklung. „Solche Leute brauchen wir“, sagte Krauß in der Versammlung. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Stadtkapelle Pappenheim auf einem guten Weg in die Zukunft ist.