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Wenn Millionen rollen: Die Bilder vom Altmühltal Classic Sprint

Fans bekamen Oldtimer im siebenstelligen Wert zu sehen - 14.06.2015 14:59 Uhr

Wer in diesem Jahr nicht auf dem Marktplatz war, als die Oldtimer der Altmühltal-Classic-Sprint-Rallye zum neunten Male über den Markplatz fuhren, der hat echt etwas verpasst. © Robert Schmitt


158 Bewerbungen waren im E-Mail-Postfach von Organisator Uwe Wießmath gelandet, der schweren Herzens einigen Interessenten absagen musste. "Wir hätten gerne jeden mitgenommen, doch bei den uns derzeit zur Verfügung stehenden Örtlichkeiten sind wir an einer Grenze angelangt", erklärt der Sprecher der Squadra Franconia, eine Gruppe von Oldtimer-Freunden, die 2006 zum ersten Mal zur fränkischen Mille Miglia  damals mit 61 Fahrzeugen - eingeladen hatte.

Von der Logistik her hätten die Organisatoren auch noch höhere Starterzahlen schultern können, doch dann wäre der familiäre Charakter der Veranstaltung gefährdet. "Von Freunden für Freunde" lautete ja auch das Motto des 9. Altmühltal Classic Sprints, und die Ausrichter betonten in diesem Zusammenhang gleich mehrmals, dass das Besitzen und Fahren von Oldtimern überhaupt nichts Elitäres sei.

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Mittagspause auf der Wülzburg: Der Altmühltal Classic Sprint

Mittagessen bei guter Aussicht: Die 140 historischen Fahrzeuge, die am Altmühltal Classic Sprint teilnehmen, legten am Samstag auf der Hohenzollernfestung Wülzburg bei Weißenburg eine Mittagspause ein.


Rollende Kostbarkeiten

So bekamen die Fans zwar rollende Kostbarkeiten mit einem Wert im siebenstelligen Bereich zu sehen, jedoch auch einstige "Brot-und-Butter-Autos" wie VW Käfer, alte 3er BMW oder Peugeot 404. Der Markt für alltagstaugliche Auto-Klassiker boomt nach wie vor und ist nach Wießmaths Ansicht auch für junge Leute mit schmalerem Geldbeutel geeignet.

Lässig ging es am Sonntag wieder zurück nach Nürnberg. © André Ammer


"Einen Käfer in ordentlichem Zustand kriegen Sie bereits für 5000 Euro“, erklärt der Oldtimer-Fan aus Schwabach. Ein VW Golf der ersten Generation sei ebenfalls schon ein Klassiker. Darum saßen beim Altmühltal Classic Sprint auch nicht ausschließlich ältere Herrschaften hinterm Lenkrad beziehungsweise auf dem Beifahrersitz. "Zwölf Teilnehmer sind noch unter 18 Jahren“, berichtete Wießmath.

Los ging es am Freitag, 12. Juni, um 18 Uhr mit dem Prolog auf dem Gelände der VR Bank im Tullnaupark, von wo aus die 140 liebevoll gepflegten Schätzchen durch die Nürnberger Altstadt und dann in Richtung Hersbrucker Schweiz gefahren sind. Nach der letzten Zeitprüfung stand eine Party im Nürnberger Ofenwerk auf dem Programm.

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Bilder vom Altmühltal Classic Sprint in und um Schwabach

140 historische Automobile machten sich am Freitagabend in Nürnberg auf den Weg, um am Altmühltal Classic Sprint teilzunehmen. Auch in Wendelstein und Abenberg ließen sie sich blicken. Nach Schwabach kamen die Oldtimer sogar zwei Mal: Auf dem Hin- und Rückweg.


Am Samstag machte die Oldtimer-Karawane zunächst in Wendelstein und in Schwabach Station. Danach standen unter anderem ein Frühschoppen mit Musik in Neuendettelsau, eine Zeitprüfung in Pleinfeld am Brombachsee und eine Tour quer durch das Altmühltal mit einer weiteren Prüfung in Titting auf der Roadmap, bevor die Tagesetappe in der Weißenburger Altstadt endete.

Der Sonntag begann sportlich, denn bei einem traditionellen Le-Mans-Start müssen die Teilnehmer zu ihren Fahrzeugen sprinten, bevor es am Brombachsee entlang nach Georgensgmünd geht. Bei einem "Car and Style Award" bewerteten dort Modeprofis, wie gut das Outfit von Fahrer und Beifahrer zum jeweiligen Baujahr des fahrbaren Untersatzes passt, bevor die lange Oldtimer-Kolonne über Roth zurück nach Nürnberg rollte.

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140 Oldtimer am Start: Der "Altmühltal Classic Sprint" läuft

140 historische Automobile machten sich am Freitagabend vom Tullnaupark aus auf den Weg, um am "Altmühltal Classic Sprint teilzunehmen. Vom kleinen Fiat 500 mit 17 Pferdestärken bis zur 500 PS starken AC Cobra war alles dabei. Stationen der Rallye am Samstag: Hersbruck, Wendelstein, Schwabach, Neuendettelsau, Pleinfeld, das Altmühltal natürlich und Weißenburg. Am Sonntag geht’s zurück nach Nürnberg.


 

André Ammer

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