Freitag, 16.11.2018

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Westmittelfranken soll deutlich mehr Polizisten bekommen

Neuer Präsident Roman Fertinger verspricht Maßnahmen bis 2020 - 26.08.2018 05:06 Uhr

In Nürnberg wurden erst kürzlich so viele neue Polizisten wie nie zuvor vereidigt. © Giulia Iannicelli


Besonderes Augenmerk gilt der Kriminalpolizei in Ansbach, die hoch belastet sei. Obendrein hat sich ihr Zuständigkeitsbereich durch die Reform 2006 flächenmäßig erweitert. "Wir haben hier personalpolitisch eine offene Baustelle. Die Fahndungsarbeit in Westmittelfranken muss ebenfalls auf einem hohen Niveau gehalten werden", fordert der mittelfränkische Polizeipräsident.

Laut Fertinger hat die Zahl der Straftaten zugenommen, genauso der Verkehr auf der wichtigen Autobahn 6. "Wir haben zum Teil Personal-Fehlstände von 20 bis 25 Prozent," sagte er der Fränkischen Landeszeitung. Der 60-Jährige ist aber optimistisch, dass diese Probleme durch die Neueinstellungen in den nächsten Jahren gelöst werden. Um dem Stress im Schichtbetrieb entgegenzuwirken, hat das Präsidium flexible Arbeitszeiten und ein Gesundheitsmanagement eingeführt.

Positiver Trend bei Einbruchszahlen 

Auch Fertinger beobachtet geringere Hemmschwellen, etwa bei der Gewalt gegen Einsatzkräfte. "Wir haben eine deutliche Zunahme von Straftaten, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigungen und Aggressionen." Große Probleme bereiten den Beamten Menschen, die unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol stehen oder psychische Probleme haben.

Mittelfrankens Polizeipräsident, der selbst im Landkreis Neustadt/ Aisch-Bad Windsheim wohnt, sieht aber auch einen positiven Trend bei den Einbruchszahlen. Sie haben sich in diesem Jahr um etwa 20 Prozent reduziert.

Bilderstrecke zum Thema

So viele wie nie: 1755 Polizisten in Nürnberg vereidigt

Eine "kraftvolle Verstärkung für die bayerische Polizei" nannte Innenminister Joachim Herrmann die 1755 neuen Polizistinnen und Polizisten, die am Samstag den Amtseid in der Nürnberger Frankenhalle ablegten.


 

Dieter Reinhardt

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