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Immer mehr Kirchenaustritte: Gründe und Auswege gesucht

Skandale, Zölibat, Sprachbarriere: Konfessionen in der Krise - 03.02.2016 06:00 Uhr

Immer mehr Katholiken und Protestanten wenden ihrer Kirche den Rücken zu.

Immer mehr Katholiken und Protestanten wenden ihrer Kirche den Rücken zu. © dpa


Während die Muslime in der Stadt auch durch die Flüchtlinge großen Zulauf beim Freitagsgebet erfahren, finden immer weniger Katholiken und Protestanten den Weg in die Kirche. Es treten mehr Menschen aus als ein. Ein Grund: die Missbrauchsvorfälle in der katholischen Kirche. "Neben viel Licht in 2000 Jahren Kirchengeschichte gibt es auch viel Schatten", sagt Elke Pilkenroth, Pressesprecherin der katholischen Stadtkirche Nürnberg. Die Skandale wirken sich auch auf die evangelische Kirche aus, zumindest begründet man die dortigen Austritte zum Teil damit.

Die Katholiken trifft es doppelt. Denn: Viel zu wenige Männer wollen Pfarrer werden. "Ich bin dafür, dass der Zölibat dem Pfarrer freigestellt wird", fordert Pfarrer Georg Schneider von St. Stefan. In dem Gelübde sieht er einen Grund für die Unattraktivität des Seelsorgerberufes.

Zehn von 34 Pfarrern in Nürnberg kommen aus Polen, gefolgt von Indien. Das führe manchmal auch zu Reibereien in den Gemeinden, sagt Pilkenroth. Die Sprachbarriere ist ein Grund, warum die evangelische Kirche auf den eigenen Nachwuchs setzt, sagt der Nürnberger Regionalbischof Stefan Ark Nitsche. Bei den Protestanten können bekannterweise aber auch Frauen für das Amt geweiht werden.

Warum verlieren die großen Kirchen immer mehr Anhänger und wie sollten die Glaubensgemeinschaften auf den Negativtrend reagieren? Lässt er sich überhaupt noch stoppen?

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Patrick Schroll

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