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Nie mehr Noten: Macht Schule so Sinn?

An Privatschulen wird auf auf die klassische Bewertung der Schüler verzichtet - 11.07.2017 11:05 Uhr

Viele Kinder leiden unter Schulstress: Die Frage ist, ob der Verzicht auf Noten hier wirklich Abhilfe schaffen kann. © dpa


Eine 5 in Mathe? Eine 4 in Englisch? Das kann Leonie nicht passieren. Nicht nur, weil die Zwölfjährige eine gute Schülerin ist, sondern auch, weil es an ihrer Schule schlicht und einfach keine Noten gibt. Wenn Leonie am 28. Juli, so wie alle anderen Schüler in Bayern, ihr Zeugnis bekommt, dann steht da nur drin, was sie ohnehin schon weiß: Dass sie so gut gelernt hat, dass sie in die nächste Jahrgangsstufe vorrücken darf.

Wie es um ihre Lernfortschritte steht, das weiß Leonie allerdings noch sehr viel genauer. Denn drei Mal im Schuljahr trifft sie sich mit Eltern und Lehrern zu einem "Trimestergespräch", in dem es sehr ausführlich darum geht, was sie in den einzelnen Fächern schon kann und was sie noch üben muss.

"Damals war es wie eine Reise zum Mars." So beschreibt Bernd Beisse vom Vorstand der gemeinnützigen Genossenschaft "Jenaplan-Gymnasium Nürnberg" die Stimmung unter den Beteiligten, als die Privatschule vor sieben Jahren mit einer fünften, sechsten und siebten Klasse an den Start ging und beschloss, auf Zensuren zu verzichten. Nicht nur, weil die Abiturienten der ersten beiden Jahrgänge mit einer Ausnahme die Prüfung bestanden haben, ist Beisse davon überzeugt, dass die Entscheidung richtig war.

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Sollten auf lange Sicht alle Schulen auf Notengebung verzichten, weil Schüler und Schülerinnen dann womöglich entspannter und vielleicht sogar besser lernen?

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