Donnerstag, 17.01.2019

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Sollen Kommunen das Böllern verbieten?

Nach dem Grünen Ströbele fordert auch die Nürnberger ÖDP, dem Beispiel der Niederländer zu folgen - 02.12.2015 14:49 Uhr

Harmlose Knallerei oder Panikauslöser: In Zeiten des Terrors wird jetzt auch über ein Verbot von bestimmten Silvester-Böllern diskutiert. © Caroline Seidel/Symbol (dpa)


Besonders laute Knallkörper könnten an Silvester mit Bomben verwechselt werden und Panik auslösen, warnt der Ur-Grüne Christian Ströbele und fordert ein Verbot. "Quatsch mit Soße", sagt dazu Achim Mletzko, Fraktionschef der Grünen im Nürnberger Stadtrat.

"Wir dürfen uns doch von ein paar Zauselbärten das Böllern nicht verbieten lassen", legt sich Mletzko eindeutig fest. Auch andere Amtsträger in Nürnberg halten wenig von Ströbeles Vorstoß.

Schießt der 76-jährige Bundestagsabgeordnete  tatsächlich übers Ziel hinaus oder wäre ein Verbot der sogenannten Kanonenschläge in diesen aufgeregten Zeiten eine wichtige Vorsichtsmaßnahme? Sollte die Silvester-Knallerei vielleicht sogar ganz untersagt werden?

Inzwischen will auch die Nürnberger ÖDP das Böllern eingedämmt wissen. "Rücksicht auf von Krieg und Terror traumatisierte Menschen!" und
Schutz von Grünanlagen und Kinderspielplätzen!" fordert ÖDP-Stadtrat Thomas Schrollinger. Seiner Ansicht nach sollte unter anderem neben Flüchtlingsunterkünften nicht geknallt werden.

Lärm und Schmutz in der Silversternacht fürchten auch vielle Niederländer. Viele Kommunen haben deshalb Zonen ausgewiesen, in denen keine Feuerwerke erlaubt sind. Teilweise wurden ganze Innenenstädte gesperrt.

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