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Wie soll der Hauptmarkt in Zukunft aussehen?

Bürger schlagen Kolonnaden oder Bäume vor, um Platz attraktiver zu machen - 04.02.2017 05:55 Uhr

Früher gab es fest gemauerte Kolonnaden auf dem Hauptmarkt. Wäre das wieder eine Möglichkeit, um den großen leeren Platz attraktiver zu machen? © Stadt Nürnberg


Ein Wunder ist es nicht, dass der Hauptmarkt regelmäßig für Gesprächsstoff sorgt. Er ist der zentrale Platz der Altstadt. Seine aktuelle Gestaltung als "leerer" Platz, das haben diverse Bürgerforen ergeben, überzeugt längst nicht alle Nürnberger.

Seine intensive Nutzung jenseits seiner originären Bestimmung als Grüner Markt – beispielsweise durch das Beachvolleyball-Turnier oder den District Ride der weltbesten Mountainbike-Trickser (beides auch in diesem Jahr) – tut sein Übriges.

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Der Hauptmarkt im Wandel der Zeit

Im 11. Jahrhundert war der Hauptmarkt nicht mehr als ein Sumpfloch. Heute ist er der Mittelpunkt der Stadt, bietet Platz für Märkte, Feste und viele Großveranstaltungen. Oberbürgermeister Ulrich Maly nennt ihn das "Wohnzimmer der Stadt". Wir zeigen die bewegte Geschichte des Hauptmarkts.


Ein wesentlicher Grund für die scheinbar unendliche Debatte über den Hauptmarkt als "Gute Stube" liefert aber auch noch die Stadtverwaltung selbst. Seit Jahren schon wird über eine Neugestaltung des Platzes gesprochen. Bürger wurden zu ihren Ideen befragt, ein Wettbewerb ausgeschrieben. Passiert ist bisher: gar nichts. Nun verschiebt sich eine Sanierung auf die Zeit nach 2020. Das bietet reichlich Raum für Spekulationen, Diskussionen und Anregungen.

Bäume als Schattenspender?

Nach unserem Beitrag über die Kritik der Marktleute des Grünen Marktes und einem Luftbild vom Hauptmarkt schreibt NN-Leser Rainer Lange, dass der Platz "öde und trostlos" sei. Er regt, wie so viele Bürger bei den Anhörungen, Bäume als Schattenspender an. Solche Ideen werden aber von der Stadt abgelehnt.

Der Architekt und Denkmalpfleger Günter Reichert ("ich will aufrütteln") hat angesichts der Debatte noch einmal seine Entwürfe für moderne Kolonnaden herausgeholt. Auf einer eigenen Facebook-Seite (Stichwort: Hauptmarkt-Neukonzeption) stellt er sie zur Diskussion.

Fast ein Jahrhundert (1809 bis 1895) lang, betont er, seien die Kolonnaden nach den Plänen von Carl von Haller auf dem Hauptmarkt gestanden. Sie boten Händlern Platz. "Das könnte, mit neuen Materialien, etwa aus einer Stahl-Guss-Konstruktion, wieder so sein", regt er an. Die Kolonnaden mit Läden und Cafés sowie Bestuhlung wären etwa 7,5 Meter breit. Reichert hat in seine Skizze sogar in der Mitte den Neptunbrunnen eingezeichnet, der schon einmal auf dem Hauptmarkt stand. "Jetzt bietet der Platz kein Erlebnis mehr. Man läuft nur noch drüber."

Sollen Kolonnaden oder Bäume auf den Hauptmarkt?

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Andreas Franke

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