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Immer wieder sterben Menschen durch Polizei-Schüsse

Der tödliche Polizeischuss auf einen 47-Jährigen am Sonntag im schwäbischen Aichach ist kein Einzelfall. - 07.05.2012 17:31 Uhr

Dezember 2010: In München erschießt ein 26 Jahre alter Beamter eine psychisch kranke Frau. Der Polizist wollte über den Balkon in die Wohnung eindringen, nachdem die 49-Jährige damit gedroht hatte, ihre Tochter umzubringen. Die Frau geht mit einem Küchenmesser auf den Polizisten los, der schließlich zur Waffe greift. Zuvor hatte der Polizist erfolglos Pfefferspray eingesetzt. Wie sich herausstellt, war die Tochter der Frau gar nicht in der Wohnung.

 – April 2009: In Regensburg erschießen Polizisten den vermutlich ebenfalls psychisch kranken Tennessee Eisenberg. Zwei Beamte hatten 16 Mal auf den Musikstudenten geschossen und 12 Mal getroffen, der 24-Jährige starb in einer Klinik. Eisenberg soll zuvor einen Mitbewohner mit einem Messer bedroht haben, dann ging er auf die Polizisten los. Der Fall sorgt in ganz Deutschland für Schlagzeilen. Die Staatsanwaltschaft lehnt eine Anklage gegen die Beamten ab.

– März 2000: Nach einer Verfolgungsjagd auf der A 3 nahe Nürnberg erschießen Polizisten einen mit einer Spielzeugpistole bewaffneten Benzindieb. Der 24-Jährige hatte an einer Rastanlage getankt und nicht bezahlt. Als der Mann bei der Verfolgung die Plastikpistole auf die Beamten richtet, eröffnen diese das Feuer.

 – November 1998: Eine junge Polizistin tötet in einer Münchner Wohnung gleich zwei Menschen. Die 23-Jährige schießt aus wenigen Metern Entfernung auf einen mit einem Messer bewaffneten psychisch Kranken und tötet ihn. Die Kugel durchschlägt den Körper und tötet auch den hinter dem Bewaffneten stehenden Bruder. 

dpa

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