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Unwetter wütete in der Region

Überflutete Keller, abgerissene Äste, Stromausfälle, Blitzeinschläge und unpassierbare Straßen - 11.07. 08:44 Uhr

Nürnberg  - Starke Niederschläge mit bis zu tischtennisballgroßen Hagelkörnern und orkanartigen Böen durchtränkten am Sonntagabend die Region. Der Sturm richtete enorme Schäden an - und verlief dennoch relativ glimpflich: Verletzte gab es nach bisherigen Informationen nicht.

Video zum Thema
Ein Gewitter mit starken Regenfällen überflutete am Sonntag in Nürnberg Unterführungen und brach Äste ab. Bericht: nordbayern.de, Kamera: News5

In vielen Teilen Bayerns wüteten die Unwetter. Doch laut einem Sprecher des Deutschen Wetterdienstes traf es die Gegend um Fürth  besonders schlimm: Dort habe es Orkanböen und bis zu tischtennisballgroße Hagelkörner gegeben. In der Kleeblattstadt wurde deshalb das Fürth Festival vorzeitig abgebrochen.

 

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Am zweiten Juliwochenende schüttete es wie aus Kübeln. In Fürth knickten Bäume um, in der Innenstadt peitschte der Wind den Regen gegen die Fassaden und Unterführungen waren kurzzeitig unpassierbar.

Direkt neben der Fürther Freiheit, auf der die Comödie bespaßte, krachte zudem ein mächtiger Ast in der Adenaueranlage herunter — nur wenige Schritte entfernt von Festivalbesuchern, die im Pavillon Schutz vor dem Wolkenbruch gesucht hatten.

Fürths Feuerwehr musste bei 50 Einsätzen viele Keller auspumpen, wie es auf FN-Anfrage hieß. Im Burgfarrnbacher Fritz-Rupprecht-Heim verhinderte sie per Drehleiter, dass ein Ast aufs Haus stürzte. Bis zu tischtennisballgroße Hagelkörner schmetterten in Fürth und Umgebung herunter.

In Erlangen liefen zahlreiche Keller voll Wasser. Außerdem blieb in der Güterhallenstraße ein PKW stecken. Oft lagen schwere Äste herum oder Unterführungen waren vollgelaufen. Ein Baum fiel auf ein Auto. Auch in Nürnberg pumpte die Feuerwehr zahlreiche Keller leer. Am Mögeldorfer Plärrer stand die Unterführung Richtung Tiergarten mehrere Dezimeter tief unter Wasser.

Die Unterführung in der Zerzabelshofstraße war komplett überflutet - und mit ihr zwei Autos.
Die Unterführung in der Zerzabelshofstraße war komplett überflutet - und mit ihr zwei Autos.
Foto: news5
Die Unterführung in der Zerzabelshofstraße war komplett überflutet - und mit ihr zwei Autos.
Die Unterführung in der Zerzabelshofstraße war komplett überflutet - und mit ihr zwei Autos.
Foto: news5

Auch der Challenge in Roth litt unter dem Unwetter. Gegen 20 Uhr ließ ein heftiges Gewitter hat die Stimmung innerhalb weniger Minuten kippen lassen. Der Rother Festplatz stand unter Wasser. Die Sportler, die  noch auf der Marathonstrecke unterwegs waren, mussten sich durch strömenden Regen und tiefe Pfützen kämpfen.

Stromausfall und Blitzeinschlag



In Oberfranken waren vor allem Forchheim und Ebermannstadt betroffen. Zahlreiche Straßenabschnitte waren dort nach Angaben der Polizei nicht passierbar. Die Leitstelle in Nürnberg meldete 120 Einsätze in ihrem Bereich, ein Großteil entfiel auf die Region um Erlangen.

Auch bei der Einsatzzentrale Niederbayern in Straubing gingen knapp 200 Anrufe bei dem Sturm ein. Vor allem rund um Passau mussten die Rettungskräfte oft ausrücken. Auf der Autobahn 3 bei Pocking (Kreis Passau) habe es am späten Sonntagabend einen Unfall wegen Aquaplanings gegeben, teilte ein Sprecher der Polizei in Straubing mit. Verletzt wurde niemand.

Bei Jandelsbrunn (Kreis Freyung-Grafenau) schlug der Blitz in eine Hochspannungsleitung ein und führte zu einem vorübergehenden Stromausfall in der Region. Die Einsatzzentrale Oberpfalz erreichten 30 witterungsbedingte Notrufe. In Schlammersdorf (Kreis Neustadt an der Waldnaab) schlug ein Blitz in einen Kamin ein, an dem Wohnhaus entstand laut Polizei ein Schaden von 50 000 Euro.

Bei den Leitstellen oder Einsatzzentralen Neu-Ulm, Donau-Iller, Kempten und Allgäu gab es nach Angaben der Polizei insgesamt mehr als 200 witterungsbedingte Notrufe. Die Bahnstrecke zwischen Günzburg und Ichenhausen in Schwaben war wegen überfluteter Gleise für drei Stunden gesperrt. In Bayreuth drückten die Wassermassen Gullydeckel hoch. Auch hier mussten einige Straßen zeitweilig abgesperrt werden. 



nn/dpa

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