Verletzt worden sei niemand. Nach Bundespolizeiangaben war der Audi-Auto-Zug auf der Bahnstrecke Treuchtlingen-Würzburg in der Nähe von Mörlbach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad-Windsheim) in ein Unwetter geraten.
Der Zugführer habe plötzlich einen Schlag vernommen und danach bemerkt, dass ein Waggon direkt hinter der Lok aus dem Gleis gesprungen war. Die unbeladenen, insgesamt 33 Tonnen schweren Wagen stürzten auf das Gegengleis. Der auf der Bahnstrecke rollende Fernverkehr wurde weiträumig umgeleitet. Gegen 8 Uhr morgens waren Beamte der Bundespolizei mit einem Hubschrauber vor Ort.
Die beiden Waggons waren leer, wie die Bahn mitteilte. Der Zug mit insgesamt 23 Wagen war auf der Fahrt von Braunschweig nach Ingolstadt-Nord gewesen. Die Bahnstrecke Würzburg – Ansbach ist im betroffenen Abschnitt gesperrt. Für die Züge des Regionalverkehrs sind Busse zwischen Ochsenfurt und Steinach im Einsatz.
Dadurch verlängert sich die Fahrzeit in diesem Abschnitt um rund 20 Minuten, für Fahrgäste mit Fahrtziel Würzburg oder Ansbach um bis zu einer Stunde. Der Fernverkehr wird über die Bahnstrecke Würzburg – Fürth - Nürnberg umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich durch die Umleitung um durchschnittlich 15 Minuten.
Die Sperrung wird nach Prognosen der Bahn noch bis Samstag Mittag (28.08.2010) andauern. Die Bergung der verunglückten Waggons verzögerte sich, weil die Bahn erst einen Schwerlastkran aus Leipzig anfordern musste. Zuerst müssten die Wagen wieder auf die Gleise gesetzt und danach die beschädigte Infrastruktur repariert werden, erklärte die Bahn.
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