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Schlafen gehen wird im Advent zur Nebensache

Zwischen Pegnitz und Piazza vom 24. November 2012 - 23.11.2012 14:05 Uhr

I bambini italiani (Italienische Kinder) schlafen einfach weniger – und das nicht nur im Urlaub: Dort hocken sie bis spät in der Nacht mit ihren Eltern im Restaurant. Irgendwann schlafen sie ein, auf einem Stuhl oder auf dem Schoß ihrer mamma – auf die Idee, den Nachwuchs zuhause zu lassen, kommen nur ganz wenige Eltern, denn sie möchten, dass tutta la famiglia (die ganze Familie) so oft wie möglich zusammen ist.

Auch während der Weihnachtsferien dürfen die bambini noch länger aufbleiben: Die Weihnachtszeit ist der Höhepunkt des Jahres für italienische Kinder, und in dieser Zeit dreht sich alles um sie! Sie werden in den nächsten Wochen öfter als gewöhnlich von allen möglichen Verwandten besucht, geknutscht und geliebkost – jeder Versuch sich zu wehren ist schon zum Scheitern verurteilt. Großeltern, Tanten und Onkel beschäftigen sich schon jetzt stundenlang mit den Weihnachtsgeschenken für i loro nipoti (für ihre Enkelkinder oder Nichten und Neffen – nipote bedeutet sowohl Enkelkind als auch Nichte und Neffe)– ein Vorwand, um selber spielen zu können! Die Verführung lauert an jeder Ecke, denn die Läden sind schon ab diesen letzten Novembertagen rund um die Uhr, und auch sonntags, geöffnet.

So werden die bambini unter dem Weihnachtsbaum unzählige, oft unnütze, aber wunderschöne Geschenke auspacken und sich unheimlich darüber freuen. „Italienische Kinder sind verwöhnt. Ist das nicht toll?“ schreibt Sandra Limoncini in ihrem Buch „Bambini sind Balsamico für die Seele“. Es mag sein, dass sie ein bisschen viziati (verwöhnt) sind, aber wenn man die große Vorfreude auf Weihnachten in ihren Augen sieht, vergisst man oft alle pädagogischen Vorsätze. 

Nicoletta De Rossi E-Mail

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