Mittwoch, 21.11.2018

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Opel will mit Kleinwagen Karl die Konkurrenz ausstechen

Viertürer soll bis zu fünf Personen befördern können - Komfortable Extras - 18.12.2014 11:06 Uhr

Hier kommt Karl: Ein neuer, recht knuffig wirkender Opel-Kleinwagen, mit fünf Türen zu haben und von Haus aus ordentlich motorisiert (55 kW/75 PS). © oh


Karl? Das ist ein zunächst ungewöhnlich anmutender Name für ein Automobil. Aber: Das passt schon, denn Karl ist ein Bruder des Adam und beide Vornamen finden sich in der Familiengeschichte von Opel wieder.

Womit klar wird, dass es sich um ein neues Modell der Rüsselsheimer handelt. Karl ist ein 3,68 m langer Kleinwagen, der, wenn auch nur mi­nimal, unterhalb des Adam rangiert. Anders als der lifestylige Dreitürer öff­nen sich beim Karl vier Türen. Es wird Platz für fünf Personen geboten - ein­schließlich guter Kopffreiheit im Fond.

Ein weiterer Aspekt deutet da­rauf hin, dass Karl der Kleine künf­tig die Basis im Opel-Programm bil­den wird: der Preis. Denn der soll, so die erste, wenn auch noch etwas vage Unternehmensaussage, unter 10.000 Euro liegen.

Trotz dieser sehr konkurrenzfä­hig erscheinenden Einstufung gibt Opel dem Neuling eine ordentliche Motorisierung mit. Zwar arbeiten un­ter der Haube nur drei Zylinder und auch der Hubraum ist mit einem Liter entsprechend bescheiden bemessen. Nicht aber die Leistung: Mit 55 kW/75 PS sollte sich etwas anfangen lassen. Verbrauchs- und Fahrwerte freilich hält man noch zurück, denn bis zum Erscheinungstermin des neuen Kleinen (Sommer 2015) ist noch ein wenig hin.

„Kurz, knackig, charaktervoll“

Offensiv geht Opel die Ausstattung an. Angesichts lieferbarer Technik wie Spurassistent, Servolenkung mit City-Modus-Schaltung, Parkpilot, Temporegler, Abbiegelichtschaltung sowie Komfort-Extras wie beheizbares Leder-Lenkrad und smartphonetaug­lichem Infotainment-System, scheint der neue Kleine auch im Verhältnis zur Konkurrenz gut bestückt.

Die Mitbewerber kommen mit ver­schiedenen Markenzeichen daher. Sie stammen etwa vom Volkswagen-Konzern (VW up!, Skoda Citigo, Seat Mii), Hyundai (i10) sowie Toyota (Aygo), Peugeot (108) und Citroën (C1). Die meisten dieser Alternativen fal­len allerdings karosseriemäßig etwas kürzer und in der Basismotorisierung schwächer als der neue Karl aus, star­ten dafür meist aber auch mit nied­rigeren Preisen (z.B. ab 8780 Euro im Falle des Seat Mii). Opel begibt sich somit in ein recht dicht besetztes und zudem preissensibles Segment.

Wenn Opel-Chef Dr. Karl-Thomas Neumann die Eigenschaften des Neulings beschreibt („kurz, knackig, charaktervoll“) verweist er im nächs­ten Atemzug darauf, dass Karl „ein echter Opel ist“. Das freilich stimmt nur bedingt, denn der Neue basiert wohl auf einer aus Korea stammenden GM-Plattform für den Nachfolger des Chevrolet Spark. Da sich Chevrolet bekanntermaßen aus Deutschland ver­abschiedet hat, darf – oder muss – nun Karl der Kleine die Rolle übernehmen und der starken Konkurrenz in diesem Segment Paroli bieten. 

wpr

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