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Streit um Tempelberg: Palästina will gegen Israel klagen

Anhaltende Zusammenstöße: Siedler lösen Sorge bei Muslimen aus - 19.10.2014 12:21 Uhr

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (hier bei den Vereinten Nationen in New York) will im Streit um Tempelberg internationale Gerichte anrufen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas (hier bei den Vereinten Nationen in New York) will im Streit um Tempelberg internationale Gerichte anrufen. © Justin Lane (dpa)


Anlass sind seit mehreren Wochen anhaltende Zusammenstöße zwischen palästinensischen Demonstranten und der israelischen Polizei, die jüdische Besucher des Felsplateaus vor der Al-Aksa-Moschee schützt. Der Tempelberg beherbergt mit der Moschee und dem Felsendom wichtige heilige Stätten des Islam.

Nichtmuslime können das Plateau in der Jerusalemer Altstadt besuchen, dürfen dort aber nicht beten. Zum Gebet versammeln sie sich stattdessen an der Klagemauer, die den Tempelberg im Westen abschließt.  Demonstrative Gebetsrituale von nationalistischen Juden auf dem Felsplateau haben bei den Moslems die Befürchtung ausgelöst, dass Israel den Status des Tempelbergs ändern will, der von einer jordanischen Stiftung verwaltet wird.

Am Freitag hatte Abbas die Palästinenser aufgerufen, israelische Siedler “mit allen Mitteln“ vom Gelände der Al-Aksa-Moschee fernzuhalten, da sie es “entweihen wollen“.  Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman warf Abbas daraufhin vor, er wolle die Lage “anheizen“. Er bezeichnete den palästinensischen Präsidenten und seine Autonomiebehörde als “Drahtzieher der Unruhen“.

Am Sonntag wurden auf dem Tempelberg antisemitische Graffiti entdeckt, wie die israelische Polizei mitteilte. An drei Stellen sei gesprüht worden “Hakenkreuz gleich Davidstern“. Auf erkennbar jüdische Besucher seien zudem erneut Steine geworfen worden, fügte die Polizei hinzu. 

AFP

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