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ZDF hat Ärger um falsch gesendete Sequenz mit Ukrainerin

Shitstorm gegen öffentlich-rechtliche Sendeanstalt in den Sozialen Netzwerken - 24.07.2014 09:56 Uhr

Nachdem das ZDF eine falsch übersetzte Interview-Sequenz im Heute-Journal sendete, wird dem Sender besonders auf den Sozialen Netzwerken Manipulation vorgeworfen. © Screenshot


Unter der Überschrift „ZDF macht friedliche Frau zur Terroristin“ kursiert der vor zehn Tagen gesendete Beitrag bei YouTube und in den Sozialen Netzwerken. Nach der ZDF-Übersetzung soll die als Bewohnerin von Donezk bezeichnete Frau gesagt haben: „Merk dir mein Gesicht, Poroschenko! Ich werde persönlich nach Kiew kommen und dich und deine Familie umbringen!“

Wie jetzt anhand des im Hintergrund mitlaufenden ukrainischen Originaltons aufgedeckt wurde, hatte sie in der Sequenz eine andere Botschaft an die Adresse der Ukraine: „Geht weg von hier! Lasst uns in Ruhe! Ich will leben und meine Kinder in Frieden erziehen.“ Dem ZDF wird inzwischen im Netz vorgehalten, mit Gebührengeldern Beiträge zu verfälschen und einseitige Propaganda zu betreiben.

In einer Klarstellung äußerte sich das ZDF zu dem Vorfall auf seiner Facebook-Seite:

"Am 12.07.2014 sendete das ZDF heute journal irrtümlich ein Reuters-Interview mit falscher Übersetzung. Dabei wurde die richtige Übersetzung des Interviews auf die falsche Sequenz gesprochen.

Wir bedauern diesen Fehler. Hier sehen Sie das vollständige Interview im Original mit Untertiteln. Wie Sie jetzt nachvollziehen können, wollten weder der Autor noch das ZDF das Interview manipulieren."

Wie man im folgenden Video sehen kann, spricht die Frau durchaus die zitierte Drohung gegen Poroschenko aus, nur eben nicht in der vom ZDF gesendeten Sequenz.

Lesen Sie hier den kompletten Beitrag des ZDF. 

vip, obj

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