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Dies sei erklärtes Ziel, teilte Areva am Dienstag in Erlangen mit. Zuvor hatte die Konzernzentrale in Paris bekanntgegeben, vor dem Hintergrund des Atomausstiegs in Deutschland, des Reaktor-Unglücks in Fukushima sowie massiver Wertberichtigungen auf Uranminen-Projekte bis 2015 jährlich eine Milliarde Euro einsparen zu wollen. Hierzulande sollen deshalb 1200 bis 1500 von insgesamt rund 6000 Stellen gestrichen werden.
«Die Anpassung des Unternehmens an die zu erwartende Auslastung wird in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern geschehen», hieß es von Areva. Medienberichten zufolge trifft es vor allem die Brennstoffherstellung in Erlangen, Offenbach und Lingen. «Eine Schließung von Standorten in Deutschland ist nicht geplant», betonte das Unternehmen. Deutschland bleibe ungeachtet des Stellenabbaus auch in Zukunft von großer Bedeutung, weil hier zahlreiche Kompetenzen in der Kerntechnik als auch in der Offshore-Windenergie gebündelt seien.
Experten erwarten einen langen Kampf mit den Gewerkschaften. Um Stellen zu erhalten, könnten auf die Mitarbeiter unter anderem finanzielle Einschnitte zukommen.
Weltweit beschäftigt Areva rund 48000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es 5900. Erlangen ist hier mit gut 3600 größter Standort.
„Ab sofort“ solle in den Abteilungen Finanzen, Personal und Buchhaltung nicht mehr eingestellt werden, wenn jemand ausscheide, sagte Areva-Chef Luc Oursel am Dienstag bei einer Pressekonferenz.
Areva will nicht nur Stellen einsparen, sondern auch seine Investitionen in die französische Wiederaufbereitungsanlage La Hague und andere Projekte auf Eis legen. Betroffen sind auch die Anreicherungsanlage Eagle Rock in den USA und drei Uranminen in Afrika. Die afrikanischen Minen sind für Areva ein großes Verlustgeschäft: sie sind heute fünfmal weniger wert als bei ihrem Kauf 2007.
Insgesamt will Areva bis 2015 jährlich eine Milliarde Euro einsparen. In diesem Jahr rechnet der Konzern mit einem Betriebsverlust von 1,4 bis 1,6 Milliarden Euro. Trotz des Einbruchs im Markt für Atomkraftwerke nach dem Unglück von Fukushima rechnet Areva damit, bis 2016 zehn Druckwasserreaktoren EPR zu verkaufen. Bisher baut der Atomkonzern vier EPR: eins in Frankreich, eins in Finnland und zwei in China. Die Fertigstellung des ersten EPR in Finnland , den Areva als besonders sicher anpreist, verzögert sich allerdings immer weiter.
Fr. 02.03.12
Sa. 28.01.12
Mo. 12.12.11
Mi. 09.11.11
Mi. 09.11.11