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Das Auswärtige Amt hat die Entführung von zwei Deutschen in Kolumbien bestätigt. „Wir müssen davon ausgehen, dass zwei deutsche Staatsangehörige in Kolumbien gegen ihren Willen festgehalten werden“, sagte eine Sprecherin des Außenamtes am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Bei den beiden Deutschen handelt es sich demnach um Rentner, die als Touristen in der Region unterwegs waren. Das Auswärtige Amt und der Krisenstab seien um eine Lösung des Falls bemüht und stünden „mit allen relevanten Stellen“ in Verbindung, sagte die Sprecherin weiter.
Zuvor hatte die kolumbianische Guerillagruppe Nationale Befreiungsarmee (ELN) erklärt, sie habe zwei Deutsche entführt. Bei den beiden Männern handle es sich offenbar um Geheimagenten, erklärten die Rebellen am Montag auf der Internetseite
www.eln-voces.com. Die ELN griff die beiden nach eigenen Angaben vor mehreren Wochen in der Region Catatumbo im Nordosten des Landes nahe der venezolanischen Grenze auf. „In den Wochen seit ihrer Festnahme konnten sie ihren Aufenthalt in dem Gebiet nicht erklären“, schrieb die Gruppe. Da es sich bei ihnen offenbar um Agenten handle, gelte für sie nicht das humanitäre Völkerrecht.