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Bundesweit wollen sich nach Dehoga-Angaben Hunderte Clubs und Diskotheken an der Aktion beteiligen. Die neuen Tarife der Gema, die von 2013 an gelten sollen, sorgen seit Monaten bundesweit für Wirbel. Clubbesitzer und Partyveranstalter befürchten schwere finanzielle Einbußen bis hin zum finanziellen Ruin, wenn sie die für das Abspielen von Musik fälligen Abgaben nach den neuen Tarifen bezahlen müssen.
Die Gema dagegen hält ihre neue Gebührenordnung für sehr viel gerechter. Statt bisher elf unterschiedlichen Tarifen soll es künftig nur noch zwei geben. Alle, vom Sommerfest-Veranstalter bis zur großen Disco, sollen dann zehn Prozent ihrer Einnahmen zahlen. Für kleine und gemeinnützige Veranstaltungen reduzierten sich die Abgaben dadurch erheblich.
Der Präsident des Dehoga Bayern, Ulrich Brandl, sagte dagegen: „Hierbei haben die Betriebe die Wahl zwischen Pest und Cholera.“ Denn entweder müssten die Betriebe die Mehrkosten auf die Preise umschlagen – mit dem Erfolg, dass sich keiner mehr einen Discobesuch leisten könne, oder sie könnten gleich zumachen, „wohl wissend, dass diese Beiträge am Markt nicht mehr durchsetzbar sind“.
Seine Prognose: „Die meisten Clubs und Diskotheken sind hierdurch in ihrer Existenz gefährdet und werden im nächsten Jahr schließen müssen oder können nicht mehr im gewohnten Umfang öffnen.“ Auch die CSU im Münchner Stadtrat forderte, von den geplanten Tarifänderungen Abstand zu nehmen. „Die Kulturstadt München, deren Charme auch das Nachtleben und die Clubszene ausmacht, muss sich dafür einsetzen, dass diese Clublandschaft erhalten bleibt“, hieß es in einem Antrag.