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Drogen- und Suchtbericht: Mehr Spieler, weniger Raucher

Bundesregierung präsentiert aktuelle Zahlen: Komasaufen weiterhin stark verbreitet - 22.05.2012 13:39 Uhr

Berlin  - Jugendliche greifen in Deutschland zwar seltener zu Flasche, Glimmstängel oder Joint – insgesamt haben aber Millionen Bundesbürger erhebliche Suchtprobleme. Viele hängen inzwischen fast krankhaft am heimischen Computer oder an öffentlichen Geldspielautomaten.

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Die Geschichte der Drogen ist fast so alt, wie die Geschichte der Menschheit. Seit der Steinzeit wurden Rauschmittel aus Pilzen, Gräsern und sonstigen Pflanzen gewonnen, dagegen ist die synthetische Herstellung von Drogen erst seit 125 Jahren möglich. Am 18. Januar 1887 gelang es dem Chemiker Lazar Edeleanu erstmals, Amphetamin zu produzieren.

Dies geht aus dem neuen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor, den die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans am Dienstag in Berlin vorstellte. Besorgt zeigte sie sich über den „exzessiven oder pathologischen Computerspiel- und Internetgebrauch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen“. Dyckmans kündigte an, die Bundesregierung peile noch vor der Sommerpause eine Verordnung an, um in Gaststätten die Zahl der Glücksspielautomaten – derzeit sind das maximal drei – zu reduzieren.


Zu diesen Geräten haben auch Jugendliche unter 18 Jahren - entgegen den gesetzlichen Bestimmungen – meist unkontrollierten Zugang. Beim Tabakkonsum von Jugendlichen berichtete Dyckmans von einem neuen Tiefstand: Nur noch 12 Prozent griffen in der Gruppe der 12 bis 17-Jährigen mindestens einmal pro Woche zur Zigarette. Generell habe sich der rückläufige Trend beim Alkoholkonsum junger Leute 2011 fortgesetzt.

Dies zeige, dass die Drogen- und Suchtpräventionen der Bundesregierung positive Wirkung zeige. Dagegen sei das Komatrinken bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsenen weiterhin stark verbreitet. Laut Bericht trinken etwa 9,5 Millionen Bundesbürger Alkohol in gesundheitlich riskanter Form. Die Zahl der Drogentoten war 2011 auf 986 und damit auf den bislang niedrigsten Stand gesunken, wie Dyckmans sagte. 

dpa


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