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Tote und Verwundete seien am Mittwochabend in die Umkleidekabine getragen worden. „Da sind Leute vor unseren Augen gestorben“, sagte Ikrami, der selbst bei den Krawallen verletzt wurde. Wie könne es möglich sein, da wieder Fußball zu spielen. „Wir können überhaupt nicht daran denken.“
Unter den Toten seien auch Angehörige der Sicherheitskräfte, sagte ein medizinischer Mitarbeiter des örtlichen Leichenschauhauses. Hunderte Menschen wurden nach Schätzungen der Behörden verletzt.
Die Zusammenstöße begannen, nachdem Fans des heimischen Teams Al-Masri nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellenführer und Erzrivalen der ägyptischen Premier League Al-Ahli Sekunden nach dem Abpfiff das Spielfeld gestürmt hatten. Die Fans hätten Steine, Feuerwerkskörper und Flaschen geworfen und dabei auch Spieler verletzt.
Unmittelbar nach Bekanntwerden der Ausschreitungen wurde als Reaktion darauf das Spiel zwischen Al-Ismailiya und Zamalek in Kairo abgebrochen. Der ehemalige ägyptische Nationalmannschaftskapitän Hany Ramzy geht von einer vorbereiteten Aktion aus. "Das Spiel ging 3:1 für Al-Masri aus. Welchen Grund hat man, nach einem Sieg aufs Feld zu rennen und Menschen zu töten?", sagte der ehemalige Bundesliga-Profi in einem Telefongespräch. "Das war vorher geplant. Das Stadion war voll, es war ein wichtiges Spiel. Es war ein guter Anlass, etwas Schlimmes zu tun", sagte Ramzy weiter.