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Frau bucht auf Sächsisch falsches Flugziel

53-Jährige wollte Ticket nach Porto - und bekam eines nach Bordeaux - 14.09.2012 18:21 Uhr

Stuttgart  - Bordeaux statt Porto – ein Missverständnis aufgrund ihres sächsischen Dialekts hat eine Frau vor Gericht gebracht. Sie verlor einen Rechtsstreit gegen das Reiseunternehmen L'Tur, weil sie sich weigerte, ein versehentlich gebuchtes Flugticket zu bezahlen.

Ein reizendes Château in der Nähe von Bordeaux. Die Weine aus der Region im Südwesten Frankreichs sind weltberühmt, eine 53-jährige Sächsin wollte trotzdem lieber in das portugiesische Porto.
Ein reizendes Château in der Nähe von Bordeaux. Die Weine aus der Region im Südwesten Frankreichs sind weltberühmt, eine 53-jährige Sächsin wollte trotzdem lieber in das portugiesische Porto.
Foto: dpa
Ein reizendes Château in der Nähe von Bordeaux. Die Weine aus der Region im Südwesten Frankreichs sind weltberühmt, eine 53-jährige Sächsin wollte trotzdem lieber in das portugiesische Porto.
Ein reizendes Château in der Nähe von Bordeaux. Die Weine aus der Region im Südwesten Frankreichs sind weltberühmt, eine 53-jährige Sächsin wollte trotzdem lieber in das portugiesische Porto.
Foto: dpa

In sächsischem Dialekt hatte die 53-Jährige, die in Stuttgart lebt, am dortigen Flughafen einen Flug nach Porto buchen wollen und stattdessen ein Ticket ins französische Bordeaux bekommen. Nachdem die Frau Widerspruch gegen die Lastschrift über 294 Euro eingelegt hatte, und das Reisedatum verstrichen war, zog L'Tur vor Gericht, denn das Unternehmen stand wegen des ausstehenden Betrags bei der Fluggesellschaft in der Pflicht.

Vor einem Stuttgarter Amtsgericht berichtete die L'Tur-Mitarbeiterin, sie habe zweimal in korrektem Hochdeutsch die Flugroute genannt. Als die Kundin keine Einwände geäußert habe, habe sie den Flug gebucht. Das Gericht urteilte daraufhin: „Versteht der Empfänger eine undeutlich gesprochene Erklärung falsch, so geht dies grundsätzlich zulasten des Erklärenden.“ Die Buchung der Stuttgarterin war also gültig, das Urteil rechtskräftig.

L'Tur-Sprecherin Nina Meyer sagte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag zu dem ungewöhnlichen Fall, man habe auch mit nichts anderem gerechnet. „So etwas haben wir noch nicht erlebt. Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass so etwas öfter vorkommt.“ 

dpa


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