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Gema: Streit um Tarife für Clubs schwelt weiter

Gesellschaft will ab 2013 zehn Prozent der Eintrittsgelder eines Clubs verlangen - 10.07.2012 17:38 Uhr

Berlin   - Die geplante Tarifreform der Gema sorgt weiter für Zündstoff in der Clubszene. Das "Berghain" in Berlin, international bekannte Adresse für Nachtschwärmer, protestiert auf seiner Homepage gegen die "Preisdiktatur" der Musikrechte-Verwertungsgesellschaft. Der Club ruft dazu auf, eine Petition gegen die Tarifreform zu unterzeichnen.

Wegen des drohenden Anstiegs der Gema-Gebühren sehen viele Club-Betreiber das Ende durchfeierter Partynächte kommen.
Wegen des drohenden Anstiegs der Gema-Gebühren sehen viele Club-Betreiber das Ende durchfeierter Partynächte kommen.
Foto: dpa
Wegen des drohenden Anstiegs der Gema-Gebühren sehen viele Club-Betreiber das Ende durchfeierter Partynächte kommen.
Wegen des drohenden Anstiegs der Gema-Gebühren sehen viele Club-Betreiber das Ende durchfeierter Partynächte kommen.
Foto: dpa

Die Berliner Grünen-Fraktion forderte vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), der auch Kultursenator ist, einen Runden Tisch mit der Gema und den Betroffenen einzusetzen.

Zu Berichten über eine möglicherweise drohende Schließung äußerte sich das «Berghain» auf Anfrage nicht. Für dieses Szenario ist es wohl auch noch zu früh: Die Tarifreform ist noch nicht beschlossen, sondern liegt derzeit bei einem Schiedsstellenverfahren beim Marken- und Patentamt in München.

Die Gema will ab 2013 zehn Prozent der Eintrittsgelder eines Clubs verlangen, dies sei gerechter als das Vorgängermodell. Nach Angaben der Clubcommission, dem Berliner Dachverband der Clubs, würde diese Reform Preissteigerungen von 400 bis 600 Prozent bedeuten. Das sei für viele Clubs existenzgefährdend.

 

dpa


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