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Schauspieler Dirk Bach überraschend verstorben

Er wurde nur 51 Jahre alt - Umstände seines Todes noch unklar - 01.10.2012 21:35 Uhr

Berlin  - Er war der kugelrunde Moderator im Dschungelcamp, quirliger Komiker und leidenschaftlicher Schauspieler: Dirk Bach. Mit nur 51 Jahren stirbt der Kölner wenige Tage vor einer Theaterpremiere in Berlin.

Der Moderator und Schauspieler Dirk Bach ist tot.
Der Moderator und Schauspieler Dirk Bach ist tot.
Foto: dpa
Der Moderator und Schauspieler Dirk Bach ist tot.
Der Moderator und Schauspieler Dirk Bach ist tot.
Foto: dpa

Der Schauspieler und Fernsehmoderator Dirk Bach ist überraschend mit 51 Jahren in Berlin gestorben. Der Entertainer hätte dort am Samstag als Hauptdarsteller in dem Stück „Der kleine König Dezember“ Premiere feiern sollen.

Einem Millionenpublikum wurde der kugelrunde Komiker mit der RTL-Dschungelshow „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ bekannt. Mit Tropenhelm und schreiend bunten Hemden fiel er dort an der Seite von Sonja Zietlow in sechs Staffeln mit bissigen Kommentaren über die Promis im australischen Dschungel auf.

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Er war der kugelrunde Moderator im Dschungelcamp, quirliger Komiker und leidenschaftlicher Schauspieler: Dirk Bach. Mit nur 51 Jahren starb der Kölner wenige Tage vor einer Theaterpremiere in Berlin.

„Dem Schlosspark Theater obliegt die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass Dirk Bach für uns völlig unerwartet heute verstorben ist. Wir haben Dirk Bach als lebenslustigen und sehr liebenswerten Kollegen kennengelernt, um so mehr schmerzt der Verlust“, teilten der Intendant Dieter Hallervorden, der Regisseur Lorenz Christian Köhler und die Theaterleitung am Montag in Berlin mit.

Die Todesursache blieb zunächst unklar. Ein Polizeisprecher sagte, ein 51-Jähriger sei gegen 17 Uhr tot in einer Wohnung in Berlin-Lichterfelde gefunden worden. Den Namen aber wollte er nicht nennen. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht.

"Schockiert, bestürzt und fassungslos"


„Wir sind zutiefst schockiert, bestürzt und fassungslos“, sagte Markus Küttner, der Chef bei RTL für Comedy-Formate. Bei dem Kölner Privatsender hatte Bach mit dem Dschungelcamp großen Erfolg. Doch die Lästershow mit B-Promis war bei weitem nicht sein einziges Standbein. So spielte der schwergewichtige Entertainer auch leidenschaftlich Theater, etwa zuletzt beim Musical „Kein Pardon!“ in Düsseldorf, das auf dem gleichnamigen Film des Komikers Hape Kerkeling beruhte. Bach mimte dort den TV-Unterhalter Heinz Wäscher.

Bach war in den vergangenen Jahren auch bei den Nibelungen-Festspielen in Worms zu sehen. Im Fernsehen hatte der kugelrunde Kölner, der eng mit Hella von Sinnen befreundet war, Erfolg mit der ZDF-Sitcom „Lukas“ (1996-2001) oder der „Dirk-Bach-Show“ bei RTL (1992-1994). Als Zauberer Pepe begeisterte er kleine Zuschauer im Kinderklassiker „Sesamstraße“ zwischen 2000 und 2007. Er wirkte auch in TV-Formaten wie „Schillerstraße“ (Sat.1) oder „Frei Schnauze“ (RTL) mit.

Bach hatte seine Karriere Ende der 70er Jahre als Schauspieler am Theater begonnen, feierte Anfang der 80er zum Beispiel Erfolg mit Walter Bockmeyers Kölner Inszenierung der „Geierwally“ von Wilhelmine von Hillern. Erst später ging er zum Fernsehen. Dort lief nicht immer alles rund. So wurde die Vox-Gameshow „Power of 10“ im Jahr 2008 wegen geringer Einschaltquoten nach wenigen Ausgaben abgesetzt.

Dirk Bach war ein vielseitiger Künstler: Er dreht Filme („Nich' mit Leo“), arbeitete als Synchronsprecher (zum Beispiel in dem computeranimierte Disney-Film „Oben“), nahm Hörbücher auf oder traute als Pfarrer in der ARD-Seifenoper „Verbotene Liebe“ ein homosexuelles Paar. Aus seinem eigenen Schwulsein machte der Comedian nie ein Geheimnis.

Selbst wäre Bach, der sich im Kampf gegen HIV und Aids engagierte und für Amnesty International oder die Tierrechtsorganisation PETA eintrat, nie ins Dschungelcamp gegangen: „Nein, warum sollte ich?“, sagte er anlässlich seines 50. Geburtstages am 23. April 2011 der Nachrichtenagentur dpa. „Die Leute, die das machen, haben ja einfach einen ganz anderen Plan als ich. Ich moderiere eine Sendung, und die - machen was anderes für ihre Karrieren...“ In der Premiere des Stücks von Axel Hacke am 6. Oktober hätte er nach Angaben des Theaters in seiner Rolle den Satz sagen sollen: „Und wer tot ist, wird ein Stern!“ 

dpa


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