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SPD-Parteitag in Nürnberg: Ude ist Spitzenkandidat

Münchner Oberbürgermeister erhält 99,7 Prozent der Stimmen - Attacken auf CSU - 21.10.2012 16:30 Uhr

Nürnberg  - Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude ist jetzt offiziell Spitzenkandidat der bayerischen SPD bei der Landtagswahl im Herbst 2013. Ude wurde am Sonntag auf einem SPD-Landesparteitag in Nürnberg fast einstimmig gewählt. Der Herausforderer von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bekam ein Ergebnis von 99,7 Prozent.

Christian Ude ist auf dem außerordentlichen Landesparteitag der SPD in Nürnberg zum Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2013 gekürt worden.
Christian Ude ist auf dem außerordentlichen Landesparteitag der SPD in Nürnberg zum Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2013 gekürt worden.
Foto: Daniel Karmann, dpa
Christian Ude ist auf dem außerordentlichen Landesparteitag der SPD in Nürnberg zum Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2013 gekürt worden.
Christian Ude ist auf dem außerordentlichen Landesparteitag der SPD in Nürnberg zum Spitzenkandidaten zur Landtagswahl 2013 gekürt worden.
Foto: Daniel Karmann, dpa

Ude hatte beim Landesparteitag in Nürnberg zuvor um Zustimmung für seine Spitzenkandidatur bei der bayerischen Landtagswahl im Herbst 2013 geworben. Ude lobte zwar "unbestreitbare Leistungen" der CSU, kritisierte aber auch Affären und Skandale der Regierungspartei.

Ude sagte am Sonntag in seiner Bewerbungsrede in Nürnberg, die SPD müsse einen Kompetenzwettstreit mit der CSU nicht fürchten.

 

Vielmehr werde es finster für „die Schwarzen“ ausschauen. Ude betonte, die CSU habe zwar „unbestreitbare Leistungen“ vollbracht. Sie habe sich aber auch haarsträubende Fehler geleistet sowie Affären, Skandale und Machtmissbrauch. Zu seiner Bewerbung als SPD-Spitzenkandidat für das Amt des bayerischen Ministerpräsidenten sagte Ude: „Ich bin seit 22 Jahren bei der Stadt München beschäftigt, habe immer nur befristete Anstellungsverträge bekommen und bewerbe mich jetzt um einen Bewährungsaufstieg beim Staat.“

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Die bayerische SPD hat auf dem außerordentlichen Landesparteitag in Nürnberg Münchens Oberbürgermeister Christian Ude fast einstimmig zu ihrem Spitzenkandidaten gewählt. Ude erhielt 288 von 289 möglichen Stimmen, nur ein Deligierter votierte nicht für ihn.

Gabriel attackiert die CSU


Der 64. außerordentliche Landesparteitag der SPD hatte am Sonntagvormittag begonnen. Vor 300 Delegierten nutzte auch SPD-Chef Sigmar Gabriel seinen Auftritt zu heftigen Attacken auf die CSU.

Gabriel kritisierte in seiner Rede, in der Europapolitik überschreite die CSU immer schneller die roten Linien, die Parteichef Horst Seehofer zuvor gemalt habe. Das Grundprofil der CSU sei „mehr Schein als Sein“. Gabriel kritisierte zudem erneut das von Seehofer verlangte Betreuungsgeld. Insgesamt sei die CSU „machtvergessen und machtversessen“.

Auch der Spitzendkandidat der SPD, Münchens Oberbürgermeister Christian Ude, hatte schon vormittags einen ersten Auftritt. Er wolle eine elfmonatige Kampagne zur Landtagswahl im September 2013 starten, um nach über einem halben Jahrhundert den Machtwechsel in Bayern zu schaffen, sagte er vor Beginn des Nominierungsparteitags.  Zu den hohen Umfragewerten der CSU sagte Ude: „Umfragen kann man kaufen, Wahlen nicht.“

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Im Herbst 2013 will Christian Ude Horst Seehofer als bayerischen Ministerpräsidenten beerben. Am Samstag stimmten sich die bayerischen Genossen auf einen langen Wahlkampf ein - mit einer Party "Auf AEG".

Kohnen: "Wir wollen kämpfen"


Wahlsiege könne man nur bei der Bevölkerung erreichen, doch die Grundlage dafür auf Parteitagen legen. „Es ist ein wichtiger Tag, weil die Signale, die von hier ausgehen, wirklich überzeugend sein müssen“, sagte Ude. „Wir werden zeigen, dass wir es ernst meinen, dass wir kämpfen wollen, dass wir gewinnen wollen“, sagte Generalsekretärin Natascha Kohnen.

Am Parteitag nehmen 300 von den Ortsvereinen gewählte Stimmberechtigte und über 800 Besucher teil, darunter nach Parteiangaben auch Prominenz aus Film, Musik und Fernsehen. Bereits am Abend zuvor hatte sich ein Teil der (Partei-)Prominenz Auf AEG versammelt, um sich mit kabarettistischen Einlagen und kulturellem Programm auf die von der Jungen Union Nürnberg als „Krönungszeremonie“ verspottete Veranstaltung vorzubereiten.

  

dapd/dpa


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