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Spielwarenbranche rechnet 2013 mit Stagnation

Die Stimmung bei den Händlern und Herstellern ist aber insgesamt weiter positiv - 04.02.2013 17:00 Uhr

Nürnberg  - Nach einem Wachstum von drei Prozent im vergangenen Jahr ist die Spielwarenbranche vorsichtig: Eine stabile Entwicklung wäre 2013 schon positiv. Die aktuellen Wirtschaftsrisiken, der Online-Handel und die Verkürzung des Weihnachtsgeschäfts machen den Händlern zu schaffen.

Zum Abschluss der Nürnberger Spielwarenmesse zeigte sich die Branche bescheiden: Eine stabile Geschäftsentwicklung wäre 2013 ein Erfolg.
Zum Abschluss der Nürnberger Spielwarenmesse zeigte sich die Branche bescheiden: Eine stabile Geschäftsentwicklung wäre 2013 ein Erfolg.
Foto: Laura Körber
Zum Abschluss der Nürnberger Spielwarenmesse zeigte sich die Branche bescheiden: Eine stabile Geschäftsentwicklung wäre 2013 ein Erfolg.
Zum Abschluss der Nürnberger Spielwarenmesse zeigte sich die Branche bescheiden: Eine stabile Geschäftsentwicklung wäre 2013 ein Erfolg.
Foto: Laura Körber

Nach einem Plus von drei Prozent im Vorjahr rechnet die deutsche Spielwarenbranche in diesem Jahr mit stagnierenden Umsätzen. „Für 2013 erwarten wir eine stabile Inlandsmarktentwicklung. Plus/minus null Prozent wäre realistisch positiv, plus ein Prozent wäre schon Champions League“, sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), Willy Fischel, am Montag zum Abschluss der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg.

Grund dafür seien nicht nur die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Auch die Konzentration des entscheidenden Weihnachtsgeschäfts auf nur noch wenige Wochen mache den Händlern das Leben schwer. Hinzu komme der kräftig wachsende Handel über das Internet, der laut Fischel bei Spielsachen 2013 einen Anteil von gut 27 Prozent erreichen wird.

Anschluss an Online-Welt nicht verlieren


Deshalb dürften die Fachgeschäfte auch nicht den Anschluss an die Online-Welt verlieren, forderte der BVS-Chef. „Ein Teil des Spielwarenumsatzes findet nach Ladenschluss statt.“ Fischel rechnet damit, dass die auf der Messe gezeigte Kombination von traditionellem Spielzeug mit Hightech-Elektronik keine Eintagsfliege bleibt. „Kinder stehen auf Klassiker, aber das digitale Kinderzimmer hat Zukunftspotenzial – das ist keine vorübergehende Erscheinung.“

Mit 73 500 Besuchern aus 113 Ländern waren diesmal rund 2500 Händler weniger zur weltweit größten Branchenschau gekommen als im Vorjahr. Vor allem Südeuropa war trotz des gestiegenen Anteils an internationalen Besuchern seltener vertreten.

Insgesamt wurde diesmal weniger geordert, dafür rückte die Messe als Kommunikations- und Präsentationsplattform stärker in den Mittelpunkt, wie Messechef Ernst Kick erläuterte. Er zeigte sich zufrieden: „Allgemein ist die Stimmung sehr gut.“ Diesen Eindruck bestätigte auch Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie. 

dpa


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Zum Thema
Spielwarenmesse Nürnberg
Seit:
1950
Turnus:
jährlich

Termin:
29.1. bis 3.2.2014
Zeiten:
Nur für registrierte Fachbesucher
Kurzbeschreibung:
Die Nürnberger Spielwarenmesse ist die weltweit größte Fachmesse der Spielwaren-Branche.
Veranstalter:
Spielwarenmesse eG, Nürnberg
Besucher:
73.500 Händler und Einkäufer im Jahr 2013 (76.000 im Vorjahr)
Teilnehmer:
über 2.700 Aussteller