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Ungarn: Orban wirft CNN "Putschversuch" vor

Der amerikansiche Sender soll sich mit politischen Gegnern verbündet haben - 11.02. 07:56 Uhr

Budapest  - Der rechts-konservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat angeblich dem US-Nachrichtensender CNN vorgeworfen, den Sturz seiner Regierung herbeiführen zu wollen.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.
Foto: Filip Singer/Archiv
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.
Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban.
Foto: Filip Singer/Archiv

Wie ungarische Medien am Freitag berichteten, hatte Orban zwei Tage zuvor auf einer Fraktionsklausur der Regierungspartei FIDESZ (Bund Junger Demokraten) in der nordungarischen Stadt Eger behauptet, gegen ihn sei „ein auf drei Beinen stehender Putschversuch“ unternommen worden, an dem auch CNN beteiligt gewesen sein soll.

Der Fraktionschef des FIDESZ, Janos Lazar, dementierte am Freitag die Medienberichte. „Viktor Orban beschäftigte sich in seiner Ansprache mit dem Schicksal des Landes, nicht mit persönlichen Angelegenheiten“, erklärte er der Nachrichtenagentur MTI zufolge auf einer Pressekonferenz in Eger. Orban soll den Medienberichten zufolge gesagt haben, in den Umsturzversuch verwickelt seien auch ungarische Diplomaten, die mit der Opposition sympathisieren, und nicht näher genannte Geheimdienste.



Der US-Sender CNN habe in seiner Berichterstattung über Ungarn im Dezember „absichtlich den Eindruck erwecken wollen“, dass die Unzufriedenheit mit seiner Person innerhalb des FIDESZ wachse und sein Einfluss deshalb sinke, zitierten Medien den Regierungschef unter Berufung auf Teilnehmer der Klausur. Orban habe den Großteil seiner eineinhalbstündigen Rede auf der Klausur nur diesem Thema gewidmet.

Orban muss wegen Kritik der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) seine bisherige Politik in einigen Punkten ändern. Ungarn sieht sich derzeit mit drei Vertragsverletzungsverfahren und einem Defizitverfahren seitens der EU-Kommission konfrontiert. Das Land ist wirtschaftlich angeschlagen und bemüht sich bei IWF und EU um einen neuen Notkredit. Kritiker werfen Orban autoritäre Tendenzen und den Abbau der Demokratie in Ungarn vor. 



dpa

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