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Zeitarbeit erobert die Lüfte: Lufthansa-Betriebsrat klagt

Fluggesellschaft will nach gescheiterten Verhandlungen Stewardessen ausleihen - 08.02. 16:45 Uhr

FRANKFURT  - Die Lufthansa will günstiger werden, indem sie Stewardessen über eine Zeitarbeitsfirma ausleiht. Der Betriebsrat geht dagegen auf die Barrikaden - und vor Gericht. Er sieht seine Mitbestimmungsrechte verletzt und hat daher eine Unterlassungsklage beim Arbeitsgericht Frankfurt eingereicht.


Die Lufthansa will günstiger werden - mithilfe ausgeliehener Stewardessen. Der Betriebsrat geht auf die Barrikaden. Und vor Gericht.
Die Lufthansa will günstiger werden - mithilfe ausgeliehener Stewardessen. Der Betriebsrat geht auf die Barrikaden. Und vor Gericht.
Foto: Maurizio Gambarini/Archiv
Die Lufthansa will günstiger werden - mithilfe ausgeliehener Stewardessen. Der Betriebsrat geht auf die Barrikaden. Und vor Gericht.
Die Lufthansa will günstiger werden - mithilfe ausgeliehener Stewardessen. Der Betriebsrat geht auf die Barrikaden. Und vor Gericht.
Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Eine erste Anhörung sei für den 15. Februar angesetzt, berichtete der Lufthansa-Betriebsrat Alexander Behrens, der gleichzeitig Sprecher der Kabinengewerkschaft UFO ist. Die Gewerkschaft werde ebenfalls in den kommenden Tagen Klage einreichen, kündigte er an.

Die Lufthansa will mit Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens ihr Angebot aus Berlin deutlich ausweiten und setzt dabei auf günstigere Kostenstrukturen. Dazu ist nach gescheiterten Verhandlungen mit UFO der Einsatz von externen Stewards und Stewardessen zu geringeren Gehältern geplant. Laut Behrens läuft bereits die Rekrutierung für die Zeitarbeitsfirma „Aviation Power“.

Die Mitarbeiter in Lufthansa-Jets müssten aber vom Lufthansa-Betriebsrat vertreten werden. Man sehe zahlreiche Verstöße gegen die Mitbestimmung, aber auch gegen gültige Tarifverträge. Die Gewerkschaft Verdi, die ebenfalls Lufthanseaten vertritt, hat noch nicht über eine eigene Klage gegen Lufthansa wegen des geplanten Leiharbeiter-Einsatzes entschieden. Es stehe noch ein rechtliches Gutachten aus, erklärte ein Sprecherin auf Anfrage in Berlin. 



dpa

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