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Extra-Tour für Nachtschwärmer

Runter vom Sofa und raus ins Leben - Konzerte, Partys, Comedy und Vorträge - 18.07.2016 10:00 Uhr

Party

Party © oh


DIENSTAG, 26. Juli

Mit dem Begriff „Tod“ sollte man gerade in diesen Zeiten nicht zu leichtfertig umgehen. Deswegen weisen wir auf ein Death-Metal-Konzert in der (hoffentlich nicht zu naiven) Annahme hin, dass die Jungs von Skeletal Remains all ihre Gewaltphantasien und ihren Horror in ihre Musik packen – und ansonsten ganz nette Jungs sind. Support im Nürnberger Z-Bau, Frankenstraße 200, sind Maligno und Kokytos, Beginn 19.30 Uhr.


MITTWOCH, 27. Juli

Auch harten Stoff, allerdings sind die US-amerikanischen Thrash-Metaller Sacred Reich schon seit den 80er Jahren für ihre sozialkritischen Textinhalte bekannt. Da dürften sie derzeit ja viel zu schimpfen haben. Um 20 Uhr lärmen die Jungs im Nürnberger Hirsch, Vogelweiherstraße 66. Unterstützung kommt von der Band Bliksen aus Belgien.

Das wird eng: Das junge lustige Musikerkollektiv Zweiraumsilke quetscht sich zu elft in den Musikkeller Strohalm, Hauptstraße 107, in Erlangen. Die Damen und Herren erfreuen mit Funk, HipHop, Jazz und viel Blödsinn; Beginn 21 Uhr.

Nebenan im E-Werk, Fuchsenwiese 1, geben sich nach langer Live-Abstinenz die US-Rocker Mother Tongue die Ehre. Die Alben, die die Band seit den frühen 90ern veröffentlicht hat, lassen sich an einer Hand abzählen, dafür sind ihre Live-Auftritte legendär: Es erwartet euch ein energetischer Mix aus 70s Rock und Funk, garniert mit einer schweißtreibenden Bühnenshow; Beginn 20 Uhr.

Wem das zu anstrengend ist, kann sich bei Cigarettes after Sex entspannen. Wie der Bandname schon andeutet, eignet sich dieser Sound für die Stunden nach dem Höhepunkt (welchem auch immer): langsame Tempi, lange Spannungsbögen, sanfte, verträumte Stimme – Ambient-Pop für Träumer im Nürnberger Club Stereo, Klaragasse 8, ab 20 Uhr.


DONNERSTAG, 28. Juli

Auch in Mexiko machen längst nicht mehr nur lustige Trompeter mit großen Sombreros Musik: Molotov zum Beispiel klingen mit ihrer Mischung aus Rap, Funk, Rock und Cumbia den Mestizo Bands wie Che Sudaka, Panteon Rococo oder Karamelo Santo recht ähnlich. Man darf sich also auf jede Menge Schweiß und Energie im Hirsch freuen; Beginn 20 Uhr.

Kontrastprogramm im Z-Bau: Ab 16 Uhr legen beim Bar DJing im Biergarten Philipp Kühnlein und Lushylaw Jazz, Dub, HipHop, Soul und Dada auf. Um 20.30 Uhr lädt dann das infernalische Trio First Blood, End of Nothing und Stolen Mind zum fröhlichen Hardcore-Fest in den Roten Salon.

Der immer wiederkehrende Albtraum eines jeden DJs sind die ewigen Wünsche der Gäste: „Kannste mal was von Michael Jackson spielen?“ Im Fürther Babylon hat man das Problem elegant gelöst: Bei „Do Dance“ bringt die Kundschaft ihre Musik gleich selber mit und lässt sie vom Plattenkellner auflegen; Beginn 21 Uhr.

Im Nürnberger Club Stereo stich ab 23 Uhr das unsinkbare Traumschiff des Indie Rock in See: „Go Gitarre Go“ von und für Leute, die auf laute Stromgitarren stehen.
 

 

DIENSTAG, 2. August

Bei „Stomp“ ist alles Rhythmus. Und das, obwohl die Produktion Schrott ist: Ob Mülltonne oder Besen, Streichholzschachtel oder ein altes Spülbecken – die Bühnencharaktere verwandeln Dinge des Alltags zu singendem Müll. Mal kommt ein rhythmisches Stillleben dabei raus, mal harmonischer Höllenlärm im bühnenfüllenden Format. „Stomp“ steht niemals still und hüpft, springt, rutscht und hämmert sich seinen Weg nach vorn durch immer neue Klangwelten. Ein Spektakel für Ohren und Augen, für Herz, Hirn und Bauch. Bis 7. August täglich um 20 Uhr im Nürnberger Opernhaus. Infos auf www.stomp.de


MITTWOCH, 3. August

Das „SommerNachtFilmFestival 2016“ startet – mit der kauzigen Rock-Komödie „Ich bin tot, macht was draus!“. In der wird die Geschichte der bärtigen belgischen Rockband Grand Ours erzählt: vier Freunde, die nach all den Jahren endlich auf ihre erste US-Tour gehen dürfen. Doch am Tag vor dem Abflug stirbt Sänger Jipe. Der Rest der Truppe beschließt, trotzdem zu fahren – mit der Asche ihres Frontmanns im Gepäck. Vor dem Film spielen die Nürnberger 60’s-Rock’n’Roller The Mergers auf – mit quicklebendigem Sänger, 20 Uhr, Stadtteilzentrum Desi, Brückenstraße 23 in Nürnberg. Ausführliche Infos zum Festival stehen auf www.sommernachtfilmfestival.de

Ins Projekt 31 lockt ein schickes Punk-Paket: Snob aus London treffen auf die Nachthexen aus Sheffield. Könnte zwischenrein auch ein wenig coldwavig werden, bleibt aber auf jeden Fall abseits der ausgetretenen Genre-Pfade. So sehr, dass die Hexen sogar ohne Gitarren antreten – und eher an Kraftwerk und obskure 70’s-Horrorfilme von Lucio Fulci erinnern. Wird spannend! 20 Uhr, An den Rampen 31 in Nürnberg.

Lucas Fassnacht lädt zu einer weiteren Runde seiner Reihe „Lesen für Bier“ – diesmal   in der „Open Air Edition“. Zu Gast ist das The Fuck Hornisschen Orchestra, gemeinsam werden um die Wette Texte vorgelesen, die das Publikum mitbringt. Anschließend wird abgestimmt, was besser war: der Text oder die Performance. Der Gewinner muss ein Bier trinken; 19.30 Uhr, Berliner Platz 9 in Nürnberg (Stadtpark).

Oder daheimbleiben und das Radio andrehen. Bei Zosh!, dem Heavy-Metal-Magazin unseres Vertrauens, ist heute Stefan Ruthenbeck, Trainer der SpVgg Greuther-Fürth, zu Gast  und legt eine Stunde lang auf; 21 Uhr, 95,8 MHz oder im Stream auf www.radio-z.net. Und bevor jetzt jemand  fragt: Jawohl, die Kollegen würden liebend gerne auch den Clubtrainer einladen –  wenn der denn wüsste, was ein Lemmy ist.


DONNERSTAG, 4. August

In der Tante-Betty-Bar: bluesig-soulig-sommerlicher Orgeljazz von und mit dem Trio Organic Vibes; 20 Uhr, Schweppermannstraße 1 in Nürnberg.

Nett wird’s sicher auch im Z-Bau-Biergarten, wo ab 16 Uhr Arno Lang aka The Devil’s Dandy Dude aufspielt. Den kennt man als Sänger und Gitarrist der Rockin’ Lafayettes, aber auch als Teil des Duos The Devil’s Dandy Dogs. Solo frönt er dem Dark Country; 16 Uhr, Bayernstraße 200 in Nürnberg.

 

FREITAG, 5. August

Es ist und bleibt eines der schönsten Festivals weit und breit: Seit 1977 steigt jeden Sommer auf einem Hügelplateau unweit von Bad Windsheim das „Weinturm Open Air“. Drei Tage Live-Musik mitten im Naturpark Steigerwald, dieses Jahr unter anderem mit Systema Solar, St. Paul and the Broken Bones, Desmond & the Tutus, Dero & Klumzy, Meute, DeWolff, Lola Marsh, Chico Trujillo sowie Brotmüller, Monokini und The Variety Show. Auf der kleinen Bühne gibt es parallel wieder Poetry Slam. Bands, Infos und Zeiten auf www.weinturmopenair.de

Heute erster Tag beim „KV-Straßenfest“! Das genaue Programm wird noch bekanntgegeben oder vielleicht auch einfach spontan gefahren. Angesagt haben sich jedenfalls schon mal die Lagerfeuer-Metaller Schidl’n’Schedl und die in Berlin gestrandete kanadisch-russische Punkrockband Nitro Injekzia. Dazu Kicker, Fassbier und nackte Punker. Wird super; 18 Uhr, Kunstverein im Z-Bau, Frankenstraße 200 in Nürnberg. Infos eventuell auf www.kv-nbg.de

Die Lieder von Scout Niblett sind rau, intim, intensiv und voll wunderschöner Abgründe. Ab 21 Uhr gastiert die in Portland/Oregon lebende englische Singer/Songwriterin im Zentralcafé des Künstlerhauses, Königstraße 93, in Nürnberg.

Der Club Stereo lädt zu seinem 2. „Indie Open Air“. Die hauseigenen Partyreihen „Bada Bing“, „Disko 2000“, „Fuck Forever“, „Go Gitarre! Go!“, „Indiefreitag“ und „Veni Vidi Veekend“ tun sich zusammen – und batteln munter einen auf. Achtung: Die Sause steigt ab 17 Uhr im Hirsch, Vogelweiherstraße 66, in Nürnberg, wo der Biergarten chillig mit Liegestühlen, Planschbecken, Cocktailständen und Verkaufsbuden angerichtet ist. Um 23 Uhr geht’s dann drinnen weiter. Eintritt zum Open Air für Kinder bis 14 Jahre umsonst.




  

STEFAN GNAD / PETER GRUNER

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