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Extra-Tour für Nachtschwärmer

Runter vom Sofa und raus ins Leben - Konzerte, Partys, Comedy und Vorträge - 29.04.2016 10:00 Uhr

Party

Party © oh



FREITAG, 27. Mai

Die Hartjungs - allein schon der Name klingt wie ungehobeltes Neusprech minderbemittelter Problemkids. Ist vielleicht auch so gemeint. Die Musik ist jedenfalls derb, aber herzlich: Das, was es im Netz zu hören gibt, pendelt zwischen Noise Punk, experimentellem Trash und Düster-Elektronik. Mit dabei beim Konzert im Nürnberger MuZ-Club, Fürther Straße 63, ist die Band Schwund. Auch so ein Name, der für sich spricht; Beginn 20 Uhr.

Eine gute Adresse für knackigen Retro Sound zwischen Punk, Beat und Rockabilly ist das alljährliche zweitägige Open Air am Lindenhain beim gleichnamigen Fürther Kultur- und Bildungszentrum (Kapellenstraße 47). Los geht es heute mit Überyou aus der Schweiz mit lautem, dreckigem Punkrock. Baretta Love sind ein leidenschaftliches Vollgas-Trio, empfehlenswert für Freunde von The Clash, Rancid oder den Swingin’ Utters. Mit Cartoon Violence präsentiert sich ein aufsteigendes Sternchen der britischen Ska-Szene, und der Sound von Loaded ist von Bands wie The Clash, The Specials und The Pogues inspiriert. Weiter geht es mit intelligentem Skapunk von Rantanplan und schließlich einer fetten Aftershowparty mit The One Droppers mit Skasounds bis zu Rocksteady-Nummern; Beginn 17.30 Uhr.

Wer’s gerne familientauglich mag: Die Prinzen gastieren im Nürnberger Serenadenhof (Bayernstraße 100, 20 Uhr). Die Godfathers of German A-Capella haben nicht nur viele Hits gelandet („Küssen verboten“) sondern haben auch netten Jungs wie den Wise Guys oder Viva Voce den Weg geebnet. Ob ihr das als Verdienst oder Verbrechen betrachtet, bleibt euch überlassen.

Gold und Butter, die „Rap-Trap-Bassmusik Abrissparty“, steigt normalerweise im MuZ-Club, findet aufgrund des ganz optimistisch erwarteten schönen Wetters aber im Biergarten des Z-Baus statt (Frankenstraße 200, Nürnberg, 18 Uhr). Neben hervorragenden Live-Sprechkünstlern, Beat-Propheten und Vinyl-Jongleuren erwartet euch Fassbier, Zuckerwatte und ungarische Langallo. Muss nicht unbedingt in dieser Reihenfolge konsumiert werden.

Um 22 Uhr im Roten Salon des gleichen Gebäudes: „Dimension“, die Tanzparty für Techno, Deephouse und House.

SAMSTAG, 28. Mai

Die Tolle geölt, die Haare hochgesteckt und ab zum Open Air am Lindenhain in Fürth (Kapellenstraße 47). Auch der zweite Festivaltag bietet eine feine Auswahl zwischen klassischem Fifties-Rock'n'Roll, Sixties Beat, Rockabilly, Psychobilly, Horrorbilly und Nu Soul. Es spielen The Peacocks, Bloodsucking Zombies FOS, Stone Foundation, Gorilla Gunmen, Sunny Recorders und bei der Aftershow Party die Boogie Tones. Beginn 17.30 Uhr.

A Tribe Called Knarf – wer damals in der Hamburger Schule gut aufgepasst hat, dürft jetzt die Ohren spitzen. Knarf Rellöm (aka Frank Möller) war in der Hamburger Indie-Szene der 90er Jahre mit diversen Projekten präsent und hat jetzt eine neue Band um sich gescharrt.  Zusammen mit DJ Patex und Viktor Marek spielt er „kapitalistischen Realismus“, soll heißen: wilde Beats, heftige Basslines, trashige Synthiesounds und viel Sarkasmus. Das Vorprogramm im Nürnberger Z-Bau (Frankenstraße 200) bestreitet Slow Kid, eine (noch) geheimnisumwitterte neue Band aus bekannten Indie-Musikern. Beginn 20.30 Uhr.

Was könnte besser zum Comic-Salon passen als eine Band namens Die Radierer? Allerdings besteht die Combo schon seit mindestens 1980. Ihr eigenwilliger Stil verband und verbindet Punk, klassischen Gitarrenrock und Neue Deutsche Welle mit elektronischer Musik. Dass sie ausgerechnet während des Comic-Salons im Erlanger Transfer gastieren (Westliche Stadtmauerstraße 8, 21 Uhr), dürfte wohl ein glücklicher Zufall sein...

Geburtstage werden im Club Stereo traditionsgemäß groß gefeiert – auch die unrunden! So bieten sechs Jahre Zirkus Berretton eine hübsche Gelegenheit zu Electro Swing, Balkan Beats, French Cuts und Indie Classics mit Glitzer in den Haaren und falschem Schnurrbart auf der Oberlippe durch die Nacht zu tanzen. Klaragasse 8, Nürnberg, 23 Uhr.

Kleine Sensation im Nürnberger Z-Bau: Das Reggae- und Dancehall-Kollektiv Mangotree Soundsystem hat das Hamburger Silly Walks Soundsystem featuring Patrice zu Gast! Ja, genau, der deutsche Reggae-Sänger und Songwriter wird eine Soundsystem-Show abliefern. Beginn 23 Uhr.

SONNTAG, 29. Mai

Immer öfter trifft man in den vergangenen Jahren auf Musiker, die zwar vom Rap kommen, diesen aber in eine Fülle anderer Musikstile integrieren. So wie Astronautalis: Der US-Amerikaner aus Minneapolis mixt HipHop, Indiefolk, Progressive Rock und Elektro. Beim Konzert im Zentralcafé des Nürnberger Künstlerhauses (Königstraße 93, 20.30 Uhr) sind Ceschi Support, die stilistisch in eine ähnliche Kerbe schlagen.  

„Deutscher Rap ist ein Maskenball“, meint Kollege Dame zu Recht und stellt fest, er sei „zu alt um noch verstecken zu spielen.“ Okay, der Mann ist erst 25, muss aber trotzdem nicht jeden Blödsinn mitmachen. Um 20 Uhr sprechsingt der Erfolgs-Rapper im Nürnberger Hirsch (Vogelweiherstraße 66).

Wer es ein wenig subtiler mag: In der Reihe Jazz4free im Erlanger  E-Werk (Fuchsenwiese 1) spielt bei freiem Eintritt das Benedikt Koch Quintett auf der Kellerbühne feinen, weltoffenen Jazz zwischen Tradition und Moderne.

 









  

STEFAN GNAD / PETER GRUNER

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