Freitag, 16.11.2018

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"Noris Force Con" steigt diesmal in der Fürther Stadthalle

Vorfreude auf neuen Film: Zum 5. Mal laden die Star-Wars-Fans Nürnberg ein - 07.09.2018 05:09 Uhr

Aufwendige Kostüme gehören bei der "Noris Force Con" immer dazu. © Stefan Hippel


Drei Jahre liegt die letzte Convention (kurz: Con) zurück, seither ist die Welt eine andere geworden: die reale sowieso, aber auch die fiktive. Beim vorigen Mal hatte der Disney-Konzern gerade das Star Wars Franchise übernommen und für über vier Milliarden Dollar Lucasfilm mit sämtlichen Tochterunternehmen gekauft. Und alle waren heiß auf "Episode VII: Das Erwachen der Macht".

Seither ist jedes Jahr mindestens ein neuer Teil der galaktischen Märchensaga erschienen. Nicht nur der begleitende Merchandise-Trubel war gigantisch. Kaum ein Turnschuh, oder Schokoriegel ohne irgendwelche Sternenkrieger drauf – mit dem Effekt, dass sich erste Ermüdungserscheinungen abzeichnen.

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Noris Force Con #4: Lichtschwerter-Shows von Jedi-Rittern

Am zweiten Tag strömten zahlreiche Star-Wars-Fans zur Noris Force Con im Gemeinschaftshaus in Langwasser, viele davon waren wieder als Jedi-Ritter oder Stormtrooper unterwegs. Erfahrene Jedi-Ritter zeigten ihr Können bei den Lichtschwert-Shows.


Ralph "Eisi" Eisgrub, 1. Vorsitzender der Star-Wars-Fans Nürnberg, die das diesjährige Fantreffen in der Nachbarstadt organisieren, sieht die Sache ganz entspannt. "Ja, es ist krass, wie das alles explodiert ist. Wenn man früher mit einem Krieg-der-Sterne-T-Shirt rumgelaufen ist, dann war man Teil eines kleinen eingeschworenen Kreises. Heute ist das ein Mainstream-Kult, der vom kleinen Bub bis zum 80-jährigen Opa alle erreicht. Das hat sich brutal entwickelt. Aber nur, weil jetzt jeder mit so einem T-Shirt rumläuft, ziehe ich meines doch nicht aus!"

Jabba-the-Hutt-Reunion in Fürth

Bei den Star-Wars-Fans ist die Leidenschaft ungebrochen. Bei der "Noris Force Con 5" ist wieder alles bis ins Detail durchdacht, geplant und vorbereitet. Auch diesmal konnte das Orga-Team wieder Original-Schauspieler und -Crewmitglieder zu seinem Treffen locken. Zugesagt haben unter anderem Tim Rose, der den Rebellenadmiral Gial Ackbar spielte ("It’s a trap!"), und Ian McElhinney, der General Jan Dodonna in "Rogue One" verkörperte.

Viele Gesichter kennt man aber auch gar nicht, weil sie in den Filmen hinter Masken verborgen sind. Den Fans sind sie trotzdem ein Begriff. So wird es in Fürth unter anderem eine Jabba-the-Hutt-Reunion geben – mit allen Schurken, die damals bei der Palastszene (#SlaveLeia) dabei waren. So steuerte Mike Edmonds damals den Schwanz des fiesen fetten Verbrecherlords von Tatooine.

Veranstaltung von Fans für Fans 

Ansonsten kommen dieses Mal vor allem Schauspieler aus den neuen Teilen "Episode 7" und "8" und "Rogue One". "Wir haben alle angefragt, auch Samuel L. Jackson", erzählt Eisi. "Natürlich ist das hoffnungslos, aber wir haben es zumindest versucht."

Eine Schau werden vor allem die Fans sein – in zum Teil atemberaubenden Kostümen, die "screen proof" sind, also filmecht. Auch hier gibt es strenge Regeln: Wer etwa Mitglied der "501st Legion", dem weltgrößten Star-Wars-Kostümclub mit weltweit über 10 000 aktiven Mitgliedern werden will, muss seine Stormtrooper-Rüstung vorher auf Herz und Nieren prüfen und abnehmen lassen.

Ein Hingucker sind auch die "Life Size Probs": lebensgroße Nachbauten zum Beispiel eines Panzers aus "Rogue One", der Speeder Bikes aus "Die Rückkehr der Jedi-Ritter" oder von einem Stück Gang aus dem Todesstern.

Auch wenn es in Deutschland inzwischen üblich ist, dass sich die Schauspieler jedes Autogramm und jedes Foto mit den Fans teuer bezahlen lassen, so ist die "Noris Force Con 5" trotzdem eine Veranstaltung von Fans für Fans. Wer für 7 Euro ein Flanierticket erwirbt, darf zwar nicht alle Bereiche des Spektakels betreten, wird aber trotzdem viel sehen und auf seine Kosten kommen.

Sämtliche Einnahmen der Con gehen nach Abzug der Auslagen an den "Klabautermann", einen gemeinnützigen Verein zur Betreuung chronisch kranker Kinder und deren Familien im Nürnberger Südklinikum. 

Stefan Gnad

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