Mittwoch, 12.12.2018

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Stürzt Harry Potters Welt ein ?

"Phantastische Tierwesen" spalten die Fans - 30.11.2018 10:00 Uhr

Professor Dumbledore (links) berichtet Newt Scamander von Grindelwalds Flucht. © Foto: 2018 Warner Bros. Entertainment Inc.


PRO

Als waschechter Harry-Potter-Fan und Anhänger der magischen Welt von J.K. Rowling war es für mich selbstverständlich, auch die Phantastische-Tierwesen-Reihe anzuschauen. Ich bin seit Teil 1 hellauf begeistert von den sympathischen Charakteren rund um Newt Scamander.

Deshalb wollte ich den Film auch unbedingt anschauen – und ich wurde nicht enttäuscht: Die Charaktere entwickeln sich im zweiten Film detailliert weiter, und ich habe noch mehr über die Zusammenhänge im Potter-Universum erfahren. Vor allem durch den Auftritt des jungen Albus Dumbledore – später einmal berühmt berüchtigter Direktor von Hogwarts – war ich total aus dem Häuschen.

Jetzt kann ich es kaum erwarten, dahinterzukommen, welche Rolle Grindelwald auf Dumbledores Weg zu einem der mächtigsten Männer im Zauberimperium spielt. Grindelwald selbst wird in der Geschichte von einem herausragenden Johnny Depp gespielt.

Er wirkt gruselig, mysteriös und seltsam faszinierend zugleich. Nach diesem Kinoerlebnis will ich nur noch eines: den nächsten Teil der Reihe sehen! Julia Ahlfeld (19)

CONTRA

Mir reicht’s! Der erste Phantastische-Tierwesen-Film gefiel mir, aber der zweite schafft es, mir die gesamte Harry-Potter-Reihe zu verderben. Ich bin Potterhead, seit ich denken kann. Harrys Geschichte fand ich toll, aber am schönsten war es für mich, mich vollkommen in seiner fantastischen, so detailliert ausgearbeiteten und genau beschriebenen Welt zu verlieren.

Ein paar kleinere Logikfehler gibt es zwar, aber darüber konnte ich immer hinwegsehen. "Grindelwalds Verbrechen" besteht jedoch gefühlt nur aus Logikfehlern, die ich jetzt alle beschreiben könnte, aber dann würde ich spoilern. Mit zig verschiedenen Hauptcharakteren werden zu viele Geschichten angerissen, aber nicht zu Ende erzählt. Zum Teil kann es keine glaubwürdige Auflösung mehr geben!

Das im ersten Teil so überzeugend eingeführte sympathische Quartett aus Newt, Tina, Queenie und Jacob wird auseinandergerissen – durch behauptete Probleme, die mit einfachster Kommunikation gelöst werden könnten. Grindelwald, um dessen schreckliche Taten es eigentlich gehen soll, schart in der Zwischenzeit als Hitler-Verschnitt still und heimlich seine Anhänger um sich.

Und die Tierwesen? Ach ja, die kommen am Anfang kurz vor und retten am Ende noch schnell die Welt. Die über sieben Harry-Potter-Geschichten so sorgsam aufgebaute Welt bricht allerdings zusammen und verliert ihre Glaubwürdigkeit. Helke Rüder (20) 

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