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Weihnachtsmusical geht in eine neue Runde

"Christa" soll auch in diesem Jahr die Herzen erwärmen - 09.11.2012 07:53 Uhr

Tamas Mester (l.) und Johannes Reichert (r.) gaben bei der gestrigen Pressekonferenz das Glühweinlied aus „Christa“ zum Besten. © Mark Johnston


Es war ein Kraftakt, den das im Jahr 2010 gegründete Musical-Netzwerk mit der Inszenierung von „Christa“ vollbracht hat. Der kleine Verein aus ehrenamtlichen Mitgliedern war ein großes Wagnis eingegangen, das Stück des Komponisten und Autors Andreas Rüsing auf die Bühne zu bringen. Von der Auswahl der Darsteller, des Regisseurs, dem Organisieren von Kostümen, Helfern, Räumlichkeiten bis zu den technischen Anlagen begann die Produktion bei Null.

Lediglich die Geschichte und die Musik aus der Feder des Fürthers Rüsing gab es. Er hatte bereits 2006 die Idee für das Musical. „Es ist aus einem Impuls entstanden“, sagt er der NZ. „Ich hätte nie gedacht, dass es eines Tages auf die Bühne kommt.“ Die Geschichte handelt von einem jungen Mädchen, das von einem evangelischen Pfarrer im Elend gefunden wird. Er nimmt Christa zu sich, und sie verändert sein Leben und das vieler anderer. Sie setzt sich für die Schwachen und gegen das Böse ein.

Mit viel Liebe zum Detail gelang das Experiment und wurde vom Publikum gut angenommen. Allerdings strapazierte der Spielort die Nerven aller Beteiligten: „Christa“ war die erste große Produktion, nachdem der Heilig-Geist-Saal – umfassend saniert – 2011 wieder eröffnet worden war. Das führte unter anderem zu einem halben Dutzend anlassloser Feueralarme während der Proben und Vorstellungen. „Doch dieses Problem ist inzwischen behoben, die Feuermeldeanlage ist noch einmal umgebaut worden“, so Rüdiger Wolf. Er übernimmt in diesem Jahr die Regie von Anne Klinge. Ihre Inszenierung bleibt aber erhalten. „Das Stück wurde insgesamt allerdings etwas gestrafft“, so Wolf. Auch seien einzelne Szenen nachgebessert und ein neues Ende entwickelt worden. Eine Optimierung erfuhr auch die Licht- und Tonanlage. Um dem Publikum eine bessere Sicht zu ermöglichen, wurde unter den Stuhlreihen eine Stufe eingebaut.

Bei den Darstellern gibt es nur kleine Veränderungen in den Nebenrollen. Besonders freuen darf sich das Publikum, dass die 18-jährige Nürnbergerin Cassandra Schütt erneut die Rolle der „Christa“ singen wird. Die junge Frau hatte nicht nur beim Casting für die gesangliche Überraschung gesorgt, sondern letztlich auch auf der Bühne gänzlich überzeugt.

Organisatorische Unterstützung gibt es von der Stadt. Aber dass so eine Produktion finanziell eine Herausforderung ist, hatte das Musical-Netzwerk schon im vergangenen Jahr schnell feststellen müssen. Auf rund 200000 Euro beliefen sich die Kosten. „Die haben wir fast ganz wieder eingespielt“, sagt Produktionsleiterin Sibylle Mantau. Doch ohne Sponsoren wäre das nicht zu schaffen gewesen. Vor allem Henriette Schmidt-Burkhardt von Lebkuchen-Schmidt unterstützte „Christa“ maßgeblich – und tut das auch in diesem Jahr erneut.

Das Musical „Christa“ wird an folgenden Terminen im Heilig-Geist-Saal, Hans-Sachs-Platz 2, ab 19.30 Uhr gezeigt: 29./30. November; 1./2./5./6./7./8./9./12./13./14./15./16./19./20./21./22./23./26./27./28./29. Dezember; 3./4./5. Januar. An folgenden Terminen gibt es sowohl eine Vorstellung um 19.30 Uhr als auch um 14.30 Uhr: 26./29. Dezember. Am 30.Dezember und am 6. Januar gibt es nur eine Vorstellung um 14.30 Uhr. Karten gibt es unter 2314000, an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.christa-musical.de. Es gibt Karten von 12,10 bis 42,90 Euro. Zudem gibt es Sonderpakete.


  

Claudia Urbasek

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