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Robert Ort als Bauernfunktionär bestätigt

Verband der Landwirte zog gemischte Jahresbilanz und rügte vor allem den starken Flächenverbrauch - 05.02. 17:15 Uhr

KLEBHEIM  - Der Bayerische Bauernverband (BBV), Kreisverband Erlangen-Höchstadt, zog eine gemischte Bilanz bei seiner Hauptversammlung in Klebheim und rügte den übermäßigen Nutzflächenverbrauch. Die Delegierten wählten auch ihren neuen Vorstand und bestätigten Robert Ort als Kreisvorsitzenden.

Robert Ort (Mitte) wurde als Kreisvorsitzender des Bauernverbands bestätigt.
Robert Ort (Mitte) wurde als Kreisvorsitzender des Bauernverbands bestätigt.
Foto: nr
Robert Ort (Mitte) wurde als Kreisvorsitzender des Bauernverbands bestätigt.
Robert Ort (Mitte) wurde als Kreisvorsitzender des Bauernverbands bestätigt.
Foto: nr

2000 Landwirte aus 80 Ortsverbänden sind beim BBV eingeschriebene Mitglieder, in der Stadt Erlangen und im Landkreis zusammen. Und niemand betreibe im Verband Massentierhaltung, niemand, das wurde ausdrücklich betont.

Denn Massentierhaltung beginne bei Milchkühen ab einer Stückzahl von etwa 500 Kühen, bei Geflügel ab etwa 5000, sagte Robert Ort. Schweinezucht spiele eine untergeordnete Rolle. Die Landwirte würden im Verband maximal 100 Stück Milchvieh im Stall stehen haben.

Schon war man aber bei den allseits debattierten Tierstandards; hier würden die Interessen von Erzeugern, Verbrauchern und Tierschützern immer wieder kollidieren, meinte Rudolf Meth, Chef der BBV-Geschäftsstelle in Herzogenaurach.



Der Ruf nach immer billigerer Ware könne nicht mit der ländlich geprägten Agrarwirtschaft in Einklang gebracht werden, hieß es.

Breiten Raum nahm aber auch der zunehmende Flächenverbrauch ein. Den Landwirten werde damit die Grundlage für die Landwirtschaft entzogen, denn auch Ausgleichsflächen an anderen Orten würden nicht zu mehr Nutzfläche führen.

Landwirtschaftliche Nutzflächen würden von Jahr zu Jahr weniger und oftmals werden Ausgleichsflächen derart reglementiert, dass keinerlei landwirtschaftliche Arbeiten dort betrieben werden könnten.

Als Beispiel wurden die aus dem Boden schießenden Gewerbegebiete genannt, aber auch der Flächenkauf seitens der Autobahndirektion Nordbayern, die mit dem sechsspurigen Ausbau der A3 beschäftigt ist.

Es sei bekannt, das die Autobahndirektion sogar in der Gemarkung Weisendorf Flächen aufgekauft habe, um sie später als Ausgleichsfläche für den Autobahnbau vorweisen zu können, so Peter Jordan aus Falkendorf.

Manche Bauern würden auf diese Weise bis zu 20 Prozent ihrer Nutzfläche verlieren, unwiederbringlich, denn der ursprüngliche Acker werde ja versiegelt.

Dies werde letztlich noch verschärft durch weitere Vorschriften der Europäischen Union, die in den nächsten Jahren von den Landwirten eine Nutzflächen-Reduzierung von um die sieben Prozent einfordern werde.

Das sei blanker Unsinn, meinte Ort, schließlich müsse man auch an erneuerbare Energien denken. „Ja, wo sollen wir diese Rohstoffe dann noch anbauen“, fragte Rudolf Meth in die Runde.

„Diese Eurokraten setzen immer wieder noch einen oben drauf“, war die Meinung im Kreise der neuen Vorstandschaft.

Die organisierten Bauern diskutierten bei ihrer Kreishauptversammlung auch über bevorstehende Änderungen im Sozialversicherungsnetz, bedeuteten die wahrscheinlich 2014 anstehende Agrarreform und sie erhoben schwere Vorwürfe gegen die „Geiz-ist-Geil-Mentalität“.

Qualität in der Landwirtschaft bedeute auch, dass für das Schnitzel in der Metzgerei und für die Milch im Discounter ein bisschen mehr bezahlt werden müsse. Der Durchschnitt der hiesigen Landwirte bewirtschaftet in Stadt und im Landkreis laut Ort etwa 25 Hektar Land; der Bauer mit der größten Nutzfläche beackere rund 400 Hektar.

Vorausschauend kündigte Robert Ort für den 23. März den ERH Bauerntag in der Mehrzweckhalle in Großenseebach an, auch sei heuer wieder ein „Tag des offenen Hofes“ geplant, dessen Termin noch nicht feststehe.

Ebenso plant der BBV eine Ernte-Bilanzgespräch, schließlich wolle man im Kontakt mit der Öffentlichkeit und den Verbrauchern stehen.

Die zügig über die Bühne gegangenen Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis: Kreisobmann bleibt Robert Ort (Heßdorf), sein Stellvertreter heißt Rudolf Groß (Weisendorf). In den Kreisbeirat wurden Ernst Steger (Eckental), Wilfried Funke (Neuhaus), Peter Jordan (Falkendorf), Günter Fensel (Eckental) und Hans-Walter Förtsch aus Höchstadt-Saltendorf gewählt. 





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