Die Russin meisterte im letzten Versuch der chaotischen Konkurrenz 4,70 Meter. Feofanowa kassierte eine Siegprämie von 30 000 Dollar (23 400 Euro), Ryzih bekam mit 15 000 Dollar ebenfalls noch ein gutes «Urlaubsgeld». Zuvor hatten die deutschen Europameister an der Adria überzeugt, einen Monat nach dem Saisonhöhepunkt aber keine Siege mehr gefeiert. Das Gold-Trio von Barcelona, das für Europa im Einsatz war, setzte sich zum Saisonabschluss gut in Szene. Der erkältete Weitsprung-Europameister Christian Reif (Ludwigshafen) sorgte mit 7,99 Metern als Dritter für eine beachtliche Platzierung. 100-Meter- Sprinterin Verena Sailer (Mannheim) wurde in 11,26 Sekunden ebenso Vierte wie Speerwurf-Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen/60,37 Meter).
Bei Halbzeit des reformierten Kontinental-Wettbewerbs führte das Team aus Amerika mit 219 Punkten vor Europa (210), Afrika (148) und Asien/Pazifik (134). Die beiden siegreichen Sprintstaffeln Amerikas holten zum Abschluss über 4 x 100 Meter noch einmal satte 30 Zähler - damit war die Führung nach 20 von 40 Disziplinen gesichert.
«Die 7,99 Meter wären auch gesund nicht so schlecht gewesen», stellte Reif fest, der von einer Erkältung geplagt wird und kaum sprechen kann. «Ich denke, das war okay.» 100-Meter- Europameisterin Sailer war mit ihrem vierten Platz «absolut zufrieden. Der Start geht besser, aber die letzten 40 Meter waren dann gut», meinte die 24-Jährige. Europas Sprintkönigin blieb vor rund 15 000 Zuschauern im Poljud-Stadion 16/100 Sekunden über ihrer in Barcelona aufgestellten persönlichen Bestzeit. Sailer steuerte fünf Zähler bei und kassierte ein Preisgeld von 7000 Dollar.
Beim Sieg der Russin Maria Abakuma (68,14 Meter) blieb für Deutschlands «Speerspitze» Linda Stahl nur der vierte Platz. «Es war heute leider kein vernünftiger Wurf dabei», beklagte die 24-Jährige, die ihre goldene Barcelona-Weite (66,81) um mehr als sechs Meter verfehlte. 100-Meter-Siegerin Kelly-Ann Baptiste (Trinidad und Tobago/11,05 Sekunden) und Shalonda Solomon (USA/11,09) punkteten für das Amerika-Team. Das Männer Rennen gewann Europas neuer Sprintkönig Christophe Lemaitre (Frankreich) in 10,06 Sekunden gegen starke Konkurrenz.
Der slowakische Hammerwerfer Libor Charfreitag war zuvor als erster Sieger in die Annalen des neuen Continental Cups eingegangen. Als Vorläufer erlebte der traditionsreiche Weltcup 1977 in Düsseldorf seine Premiere; bei der zehnten und letzten Auflage hatten sich 2006 in Athen Europas Männer und das russische Frauenteam durchgesetzt.
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