Der Oberlandsteig im Altmühltal
Der Oberlandsteig am Römerberg im Altmühltag teilt sich auf halber Strecke in die rote, kürzere und leichtere und in die blaue, etwas längere und anspruchsvollere Variante. Wer nicht ganz schwindelfrei ist, dem wird der rote Oberlandsteig empfohlen. Beide Wege enthalten leichte, mit Seilen gesicherte Kletterpassagen sowie reine Wanderwege. Der rote Weg überwindet 200 Höhenmeter, führt am Rand des Römerberges entlang und ist in knapp zwei Stunden zu bewältigen. Der blaue Weg gilt als typischer Mittelgebirgsklettersteig und verläuft teilweise in Sichtweite oberhalb des roten Weges. Benötigt werden um die zweieinhalb Stunden, überwunden werden ebenfalls 200 Höhenmeter. Einstieg in beide Varianten ist an einem Parkplatz direkt unter dem Dohlenfelsen bei Konstein, erreichbar über die A9, Ausfahrt Altmühltal.
Der Jägersteig beginnt in der Nähe der Ortschaft Ried bei Dollnstein und gilt bei Fachkundigen eher als interessanter Wanderweg statt als Strecke für ambitionierte Kletterer. Voraussetzung sind allerdings Trittsicherheit und eine gute Kondition für die steileren Passagen. Die Route führt durch das Naturreservat Beixenhart in der Nähe von Dollnstein, schlängelt sich mit geringen Höhenunterschieden am Hang entlang und enthält einige kleinere Klettereinlagen.
Der Norissteig in der Frankenalb
Der Norissteig im Hirschbachtal in der Frankenalb gilt als einer der beliebtesten und schönsten Klettersteige in Nordbayern. Ausgangspunkte sind die Bahnstation Hohenstadt, der Wanderparkplatz in Fischbrunn oder der Wanderparkplatz einen Kilometer südöstlich von Hirschbach. Der Steig führt durch die Felsgruppen südlich des landschaftlich herrlichen Hirschbachtals und eignet sich für Erfahrene, da der Norissteig vielfach feucht und doch schon recht abgeklettert ist. Wer nicht schwindelfrei ist, kann die Kletterstellen auch umgehen. Die Strecke beträgt sechs Kilometer und erfordert eine Wanderzeit von eineinhalb Stunden. Wenn alle Kletterstellen geklettert werden, ist mit etwa dreieinhalb bis viereinhalb Stunden zu rechnen. Überwunden werden 100 Höhenmeter.
Der Höhenglückssteig in der Frankenalb
Mehr Ausdauer, Kraft und Trittsicherheit als der Norissteig erfordert der ebenfalls im Hirschbachtal gelegene, benachbarte Höhenglücksteig, der dafür seinem Namen allerdings alle Ehre macht und den Wanderer mit weiten Blicken hinüber zur Burg Hohenstein belohnt. Ausgangspunkt ist der Gasthof "Goldener Hirsch" in Hirschbach. Der Steig bietet einige schwierigere Passagen und eignet sich damit gut als Training für anspruchsvolle Alpen- und Dolomiten-Touren. Der gesamte Steig sollte nur gesichert begangen werden. Mehrere steile Wände müssen an Stahlseilen gequert werden. Insgesamt ist die Routenführung betont sportlich angelegt und damit eher für fortgeschrittene Kletterer geeignet.Die Tour dauert ungefähr zwei Stunden.
Kurze Kletterstrecken, viele felsige Passagen und eine Wanderung mitten hinein in die Fränkische Schweiz bietet der Eibgrat bei Betzenstein. Die Route führt die Felsen empor hinauf zu den zahllosen Felstürmen des luftigen Eibgrats. Aber auch die reinen Wanderpassagen bieten Naturgenuss pur und führen über Wiesen und Wurzelwege. Der Weg ist zwölf Kilometer lang und überwindet 305 Höhenmeter bei Auf- und Abstieg. Der Einstieg ist am Wanderparkplatz in Spies.Gefordert sind gutes Schuhwerk und Trittsicherheit.
Der Klettersteig am Hackelstein in der Oberpfalz
Der Klettersteig am Hackelstein bei Wiesau in der Oberpfalz bietet einen kurzen, steilen Anstieg mit guter Seilführung und gilt auch für Anfänger als gut geeignet. Die Besteigung des Klettersteigs kann gut mit einer längeren Wanderung verbunden werden. Der Einstieg erfolgt vom Wanderparkplatz an der Waldstraße in Fuchsmühl aus, erreichbar über die A 93, Ausfahrt Wiesau. Ein Schild am Hackelstein weist die Richtung zum Klettersteig am Augsburger Felsen gleich neben dem Hackelstein.
Der Kemitzensteig bei Bad Staffelstein
Der Kemitzensteig bei Bad Staffelstein ist sehr kurz und vom Schwierigkeitsgrad her gut für Anfänger geeignet. Die Gesamtgehzeit für Auf- und Abstieg beträgt insgesamt nur um die zehn Minuten. Die Route quert zunächst schräg eine Wand, führt dann um ein Eck und über einen Holzsteg, dann geht es weiter steil nach oben zum Ausstieg. Der Weg beginnt an einem Parkplatz am Waldrand direkt unterhalb des Kemitzensteins, erreichbar über die A 70, Ausfahrt Roßberg am Berg.
Der Churfranken-Klettersteig im Spessart-Mainland
Der Churfranken-Klettersteig ist zwar ein ganzes Stück von Nordbayern entfernt, ist für Kletterfreunde aber dennoch eine Reise wert. Der Weg wird als leicht eingestuft, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind jedoch absolute Vorraussetzung. Der Churfrankensteig beginnt direkt neben einem Brunnen an der Staatstraße Klingenberg-Erlenbach, zirka 250 Meter vom Ortsrand Klingenberg entfernt. Auf der Hälfte des Weges kann der Wanderer entscheiden, ob er der einfach begehbaren Variante des Unteren Röderspfades folgen will oder talseits über Treppenstufen in den Felsbereich einsteigt. Die leichte Strecke ist 1200 Meter lang, zu überwinden sind circa 50 Höhenmeter.
Klettersteig Via Ferrata Bambini in Hirschbach
Der Klettersteig in Hirschbach ist der einzige Kinderklettersteig Deutschlands. Mit einer Gesamtlänge von 150 Metern, 80 Fixierungspunkten und 20 Trittstiften ist er ausgelegt für Kinder. Die Kleinen können sich an einem Stahlseil gesichert über den Steig hangeln, müssen über eine wackelige Brücke, eine Leiter am Fels erklimmen und weitere Mutproben bestehen.
