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Simba Dickie: Standort Europa wieder attraktiv

Chef der Spielwarenfirma: Produktion wird teilweise erneut konkurrenzfähig - 30.01. 09:00 Uhr

FÜRTH  - Die Fürther Spielwarengruppe Simba Dickie weiter der gesamten Branche davon. Ungeachtet der Schuldenkrise und der weltweiten Konjunkturrückgänge will das Unternehmen auch 2012 überdurchschnittlich zulegen.

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2687 Aussteller aus 63 Ländern , 79.243 Besucher aus 114 Ländern - die Spielwarenmesse ist die größte ihrer Art weltweit. Am Mittwoch, 1. Februar, öffnet sie auf dem Nürnberger Messegelände ihre Pforten. Vorab wurden schon einmal die Neuheiten präsentiert.

Bereits im vergangenen Jahr wurden die ohnehin schon ehrgeizigen Planzahlen deutlich übertroffen. Statt wie erhofft um 30 Mio. € legten die weltweit aktiven Fürther gleich um 50 Mio. € zu und schraubten den Gesamtumsatz auf 620 Mio. € in die Höhe. Vor allem das Geschäft mit Lizenzthemen — beispielsweise mit der Walt-Disney-Produktion „Cars 2“ — und der überdurchschnittlich gute Absatz in Russland, im Mittleren Osten und in Südamerika sorgten für den erneuten Umsatzsprung.


Ein großer Werkzeughersteller vergab die Lizenz: Die zur Simba-Dickie-Gruppe gehörende Marke Smoby stellt auf der Messe diesen Werkzeugtisch vor.
Ein großer Werkzeughersteller vergab die Lizenz: Die zur Simba-Dickie-Gruppe gehörende Marke Smoby stellt auf der Messe diesen Werkzeugtisch vor.
Foto: Edgar Pfrogner
Ein großer Werkzeughersteller vergab die Lizenz: Die zur Simba-Dickie-Gruppe gehörende Marke Smoby stellt auf der Messe diesen Werkzeugtisch vor.
Ein großer Werkzeughersteller vergab die Lizenz: Die zur Simba-Dickie-Gruppe gehörende Marke Smoby stellt auf der Messe diesen Werkzeugtisch vor.
Foto: Edgar Pfrogner

Anders als in den Vorjahren „sind wir 2011 aus eigener Kraft, also ohne Zukäufe, gewachsen“, betont Firmenchef Michael Sieber im Vorfeld der in der kommenden Woche beginnenden Spielwarenmesse. Simba Dickie hat damit seine Position als die Nummer drei der Branche in Deutschland mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent gefestigt. Europaweit sehen sich die Fürther als die Nummer fünf.

Mit Sohn Florian und den Neffen Maximilian und Felix Stork ist bereits die nächste Generation mit im Familienunternehmen tätig. „Wir wollen schon frühzeitig die Weichen stellen, damit unser Unternehmen in Familienbesitz bleibt“, erläutert Firmenchef Sieber. Zur Strategie des Unternehmens gehöre es, unabhängig von den Banken zu bleiben, werteorientiert zu wachsen und verstärkt eigene Herstellerkompetenz aufzubauen. Zu diesem Zweck sei in den vergangenen Jahren erheblich in den Aufbau eigener Produktionsstätten investiert worden.

China macht Sorgen



60 Prozent des Umsatzes erzielt Simba Dickie mit Produkten, die in China gefertigt werden. Allerdings sieht Sieber die Entwicklung dort auch mit wachsender Besorgnis. Die politische Führung sei jetzt mehr an Produktion mit hoher Wertschöpfung und technologischen Produkten interessiert. Die Förderung der Spielwarenindustrie werde zurückgenommen, zudem stiegen die Lohnkosten rasant. Entsprechend investieren die Fürther in Thailand; auch Vietnam und in Zukunft Afrika seien interessante Standorte. Selbst Europa werde als Produktionsstandort für großvolumige Massenprodukte mit hohem Automatisierungsgrad in der Fertigung wieder konkurrenzfähig.

Preiserhöhungen drohen den Kunden nach Einschätzung Siebers nicht. Die im vergangenen Jahr gestiegenen Produktionskosten in China und die Verteuerung der Rohstoffe seien inzwischen „eingepreist“, erklärte er.

Zur Spielwarenmesse stellt Simba Dickie einen Teil der insgesamt 750 neuen Produkte und Lizenzthemen vor. Unter anderem feiert das Unternehmen 100 Jahre Schuco und 40 Jahre Bobby Car jeweils mit Sondermodellen. 





Zum Thema
simba
Branche:
Spielwarenindustrie
Sitz, Standort:
Fürth-Stadeln


Kurzbeschreibung:
Unter dem Dach der Unternehmensgruppe Simba Dickie Group sind viele bekannte Spielzeughersteller vereint. Die Hälfte davon ist in Mittelfranken ansässig. Neben Simba und Dickie sind das die folgenden Unternehmen:
  • BIG (Bobby-Car)
  • Noris-Spiele (Brettspiele)
  • Schuco (Modellautos)
  • Schipper ("Malen nach Zahlen")