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0:2 in Offenbach: Fürth fliegt aus dem Pokal

Umstrittener Handelfmeter und zwei Platzverweise bringen dem Kleeblatt das Erstrundenaus - 18.08.2012 22:41 Uhr

Fürth  - Das erste Pflichtspiel der Saison endete für die SpVgg Greuther Fürth mit einer Enttäuschung. Der Halbfinalist des vergangenen Jahres scheiterte diesmal schon in der ersten Runde des DFB-Pokals. Bei den Offenbacher Kickers unterlagen die favorisierten Fürther 0:2. Einfluss auf das Ergebnis nahmen auch mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen. Doch das wollten die Fürther nach dem Spiel nicht als Ausrede gelten lassen.

Gerald Asamoah kann die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert nicht verstehen.
Gerald Asamoah kann die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert nicht verstehen.
Foto: Zink
Gerald Asamoah kann die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert nicht verstehen.
Gerald Asamoah kann die Entscheidung von Schiedsrichter Christian Dingert nicht verstehen.
Foto: Zink

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.

Kurzfristig hatte Trainer Mike Büskens umstellen müssen. Im Abschlusstraining war Neuzugang Djiby Fall umgeknickt und stand deswegen nicht im Kader. Während die Verletzung nach ersten Erkenntnissen nicht allzu schlimm sein soll, lief statt dem Senegalesen Routinier Gerald Asamaoh von Beginn an auf. Ansonsten bestand die Kleeblatt-Aufstellung des ersten Pflichtspiels der Saison ausschließlich aus Spielern, die schon im vergangenen Spieljahr das Kleeblatt-Trikot getragen hatten.

Edgar Prib war wie erwartet für den noch nicht zur Verfügung stehenden Heinrich Schmidtgal auf die linke Abwehrseite gerückt, für Prib kam Sebastian Tyrala ins Mittelfeld. Die Entscheidung für Tyrala statt des Defensiv-Haudegens Milorad Pekovic war ein kleines Signal dafür, dass die Fürther das Spiel beim OFC offensiv angehen wollten. Folgerichtig gab es auch in der dritten Minute die erste Chance, als Sercan Sararer aus spitzem Winkel knapp vorbeizielte.

Bilderstrecke zum Thema
Das war nix: Nach dem Pokal-Aus in Offenbach gingen unsere User bei der Online-Bewertung mit dem Kleeblatt hart ins Gericht. Am schlechtesten kam dabei ein Stürmer weg.

In der Folge hatten die Fürther gegen die Gastgeber, die sich weit zurückzogen, viel Ballbesitz, Chancen gab es aber kaum. Lediglich ein Distanzschuss von Sararer sorgte noch einmal für Gefahr. Auf der anderen Seite hatte auch Max Grün wenig zu tun und hatte dann beim Führungstor der Offenbacher keine Chance. Schiedsrichter Dingert hatte bei einem Freistoß von Thomas Rathgeber auf Elfmeter entschieden, da Bernd Nehrig den Ball in der Mauer an die Hand bekommen hatte.

Zweifelhafter Pfiff

Da Nehrig kaum Absicht zu unterstellen war, war dieser Pfiff mehr als zweifelhaft. Rathgeber kümmerte dies aber nicht, er verwandelte sicher zum 1:0 (28.). Bis zur Pause bemühten sich die Fürther, spielten aber im Mittelfeld meist zu langsam, zudem hatten die Offenbacher die Flügel zugestellt, sodass das Kleeblatt nicht durchdrücken konnte.

Nach dem Wechsel wurde spürbar, dass die Fürther den Ball schneller laufen lassen wollten. Doch eine unnötige Gelb-Rote Karte für Prib schwächte die Fürther entscheidend. Prib, der kurz zuvor Gelb gesehen hatte, zupfte im Mittelfeld am Trikot von Julius Reinhardt und musste vom Feld (55.).

Mike Büskens reagierte, nahm Stürmer Christopher Nöthe vom Feld und brachte Baba Rahman. Vorne kam für den ausgepumpten Gerald Asamoah Kingsley Onuegbu. Dieser sorgte für Belebung im Sturm, hatte einige gute Szenen, konnte aber das Ausscheiden ebenso verhindern wie Mergim Mavraj, der in der 79. Minute im Anschluss an eine Ecke den Ball über die Latte setzte.

Den Schlusspunkt setzte wieder Schiedsrichter Dingert, der Baba Rahman die Rote Karte zeigte. Eine Tätlichkeit des Fürther Verteidigers war nicht zu erkennen gewesen. Offenbach nutzte dies zum entscheidenden 2:0 in der Nachspielzeit durch Lars Bender.

Die Fürther Spieler und Verantwortlichen gingen nach dem bitteren Pokalaus mit sich hart ins Gericht. "Uns hat die totale Geilheit gefehlt", bemängelte Kapitän Mergim Mavraj. Gerald Asamoah kritisierte spielerische Defizite seiner Mannschaft: "Wir hatten einfach keine Lösung, um Chancen herauszuspielen." Und auch Trainer Mike Büskens wollte die umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen nicht als Entschuldigung für die Niederlage gelten lassen: "Wir haben das Spiel fünfzehn Minuten lang kontrolliert und dann durch einfache Fehler diese Kontrolle verloren. Der OFC hat verdient gewonnen."

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Nach Hoffenheim stolpert auch Fürth in der ersten Runde im Pokal. War das Kleeblatt in der letzten Saison noch bis ins Halbfinale gekommen, verliert es mit 0:2 gegen Offenbach in der ersten Runde. Den Grundstein für die Niederlage legte allerdings eine umstrittene Entscheidung des Schiedsrichters. Zwei Platzverweise tun ihr übriges.

 

Jürgen Schmidt


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Gründungsdatum:
23.09.1903
Mitgliederzahl:
2550


Kurzbeschreibung:
Die Spielvereinigung Greuther Fürth feierte als Fußballverein ihre größten Erfolge in der Vereinsgeschichte mit drei deutschen Meistertiteln in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. Nach dem 2. Weltkrieg konnte die Spielvereinigung jedoch nie wieder an die großen Erfolge anknüpfen und sich folglich auch nicht für die 1963 gegründete Bundesliga qualifizieren.
Mit dem Sturz bis in die Landesliga versank der Traditionsverein in den 80er Jahren endgültig in der Bedeutungslosigkeit. Aufwärts ging es erst wieder 1994, als die Qualifikation für die neu gegründete Regionalliga gelang. Zwei Jahre später trat die Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg bei. Seitdem gehören die Geldsorgen der Vergangengeit an, der traditionsreiche Name SpVgg Fürth wurde durch den Zusatz Greuther ergänzt.
Seit 1997 spielte die Spielvereinigung ununterbrochen in der 2. Bundesliga, bis im Mai 2012 endlich der ersehnte Aufstieg in die Bundesliga gelang. Dort allerdings blieb der Erfolg aus, so dass Fürth in der Saison 2013/2014 wieder im Unterhaus antreten muss. Seine Heimspiele trägt der Verein, der im Volksmund "Kleeblatt" genannt wird, dann wie gewoht im altehrwürdigen Ronhof aus. Ein geplanter Stadionneubau am Rhein-Main-Donaukanal hat sich Ende 2012 zerschlagen.


Deutscher Meister: 1914, 1926, 1929


Der Kleeblatt-Kader in der Saison 2012/13
Galerie Kader SpVgg Greuther Fuerth 2012/13
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