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0:3! Dreifacher Andersson zerpflückt das Kleeblatt

Fürth verliert gegen den 1. FC Kaiserslautern und ist nun Zweitliga-Schlusslicht - 29.09.2017 20:23 Uhr

Bitter! Mit 0:3 kommt die SpVgg Greuther Fürth beim 1. FC Kaiserslautern unter die Räder. © Sportfoto Zink / WoZi


Am Anfang sorgte Fürths Trainer Damir Buric für die erste Überraschung seiner Amtszeit. Dreimal hatte er sein Team bislang mit derselben Formation und denselben Spielern aufs Feld geschickt. Im Kellerduell gegen den Tabellenletzten 1. FC Kaiserslautern nahm er dieses Mal Änderungen vor: Philipp Hofmann ersetzte im Sturm Serdar Dursun, außerdem feierte Richard Magyar sein Debüt in der Innenverteidigung. Das hatte gleich mehrere Verschiebungen in der Elf zufolge: Marco Caligiuri rückte auf die rechte Abwehrseite, die Geschwindigkeit und den Offensivdrang von Khaled Narey versuchte Buric auf der rechten Außenbahn zu nutzen. 

Zumindest für fünf Minuten schien dieser Plan aufzugehen. Lauterns Linksverteidiger Joel Abu Hanna hatte jedenfalls seine Probleme mit dem flinken Narey, als der von Patrick Sontheimer nach drei Minuten in den Strafraum geschickt wurde. Doch dessen Flanke verfehlte die Mitspieler. Eine Minute zuvor hatte Hofmann mit einem Kopfball das leere Tor verfehlt. Der an diesem Abend verunsicherte FCK-Torwart Marius Müller war ausgerutscht, Schiedsrichter Sören Storks pfiff die Szene wegen Stürmerfouls ab. Erwähnenswert ist sie trotzdem: Es war eine von nur zwei Fürther Torchancen.

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Bitter auf dem Betzenberg: Kleeblatt kassiert eine klare Pleite

Die rote Laterne leuchtet wieder bei der SpVgg Greuther Fürth: Am Freitagabend verlor das Team von Damir Buric beim 1. FC Kaiserslautern klar mit 0:3. Während die Gastgeber ihre Verunsicherung in der zweiten Hälfte ablegten, kam das Kleeblatt weiter nicht ins Spiel. Die Folge? Ein schwedischer Hattrick für die Roten Teufel, der die Pleite für die Spielvereinigung besiegelte.


Denn der Rest der Lauterer fing sich nach der überstandenen Anfangsphase. Die Pfälzer gingen aggressiv in jeden Zweikampf und rannten auch jedem scheinbar verlorenen Ball noch nach. Die Fürther kamen damit nicht zurecht, es fehlte an Präzision im Passspiel und an schnellen Ideen im zentralen Mittelfeld. Und auch Keeper Balazs Megyeri zeigte sich wie sein Lauterer Gegenüber unsicher. Einen scharfen Schuss von Philipp Mwene ließ er nach vorne abprallen, Osei Kwadwo erreichte das Leder im Nachsetzen nicht mehr. Nach einer Viertelstunde unterlief der Fürther Keeper eine Flanke, Andersson brachte nicht genug Druck hinter seinen Kopfball.

Offensiv fand das Kleeblatt nur über Standards statt, schaffte es aber nicht, von einem Fehler von Müller zu profitieren. Dem gelang es nicht einen Freistoß von Jurgen Gjasula festzuhalten, sowohl Hofmann als auch Narey hatten die Gelegenheit, das leere Tor zu treffen, wurden aber geblockt.  Erst gegen Ende der ersten Halbzeit schafften es die Fürther wieder, sich in den Strafraum zu kombinieren. Symptomatisch allerdings: Ein Zuspiel von Marco Caligiuri auf Gjasula geriet zu unpräzise, so dass der Mittelfeldspieler den Ball nicht richtig annehmen konnte.

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Mies, mieser, Maloca: Superschlechte SpVgg-Noten

Die Talfahrt bei der SpVgg Greuther Fürth setzt sich fort. Die Kleeblättler verloren am Freitagabend mit 0:3 beim 1. FC Kaiserslautern und übernahmen die Rote Laterne von den Roten Teufeln. Die Noten für die Buric-Boys sind bis auf einige Ausnahmen katastrophal.


Der harten Gangart der Lauterer zollten die Fürther schon zur Pause Tribut. Der immer wieder gefoulte Caligiuri blieb in der Kabine, für ihn kam Sebastian Ernst. Die entscheidende Szene war wohl die in der 43. Minute: Hanna hatte ohne Chance noch den Ball zu spielen Caligiuri mit gestrecktem Bein am Knie getroffen. Eine Gelbe Karte gab es nicht. So musste Narey wieder als Rechtsverteidiger spielen, die neue Aufstellung Burics war über den Haufen geworfen.

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Auch wenn es das Kellerduell der 2. Bundesliga war, gab es nach der Pause doch echte Betzenberg-Atmosphäre. Erst hätte Magyar fast die Führung für das Kleeblatt erzielt, doch sein Kopfball aus etwa fünf Metern landete genau auf Müller. Dann gerieten Lauterns Offensivmann Gervane Kastaneer und Gjasula aneinander, der Fürther war am Trikot gezupft worden und hatte Kastaneer mit einer Umdrehbewegung seines Armes zu Fall gebracht. Der beschwerte sich minutenlang bei Schiedsrichter und Gegenspieler.

Mit der rauen Atmosphäre kamen die Gastgeber besser zurecht. In der 71. Minute ließ der eingewechselte Tolcay Cigerci Mwene flanken, Megyeri verschätzte sich und unterlief auch diese Flanke und der nur 1,73 Meter große Wittek stand hinter FCK-Stürmer Andersson. Der ließ mit seinem 1:0 den Betzenberg beben. Fürth fiel nun völlig auseinander, Andersson konnte noch zwei Tore nachlegen (74., 80.). Für das Kleeblatt beginnt nun endgültig der Abstiegskampf.

1. FC Kaiserslautern: Müller - Kessel, Modica, Vucur - Mwene, Fechner, Abu Hanna (59. Borrello) - Moritz, Osei Kwadwo - Kastaneer (60. Osawe), Andersson (84. Müsel)

SpVgg Greuther Fürth: Megyeri - Caligiuri (46. Ernst), Maloca, Magyar, Wittek - Gjasula - Narey, Aycicek (65. Cigerci), Sontheimer, Green (70. Dursun) - Hofmann

Tore: 1:0 Andersson (71.), 2:0 Andersson (74.), 3:0 Andersson (80.) | Gelbe Karten: Maloca, Narey, Wittek | Schiedsrichter: Storks (Velen) | Zuschauer: 18.000. 

Alexander Pfaehler E-Mail

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