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18-jähriger Stark rückt zu den Club-Profis auf

Der 1. FC Nürnberg holt sich aus der A-Jugend Verstärkung für die Defensive - 24.04.2013 07:00 Uhr

Mit 18 Jahren in den Profikader des 1. FC Nürnberg: Niklas Stark. © Sportfoto Zink


Um einigermaßen sorglos durch eine Bundesliga-Saison zu kommen, braucht man mindestens vier Innenverteidiger, heißt es. Weil der 1. FC Nürnberg in der Vorbereitung auf die Rückrunde wegen Marcos Antonios Knorpelschaden plötzlich nur noch drei zur Verfügung hatte, trainierte eines Tages Berkay Dabanli mit, zur Probe. Und durfte bleiben. Vorerst bis zum 30. Juni.

Am Samstag in Sinsheim gegen die TSG Hoffenheim könnte sein bisher größter Bundesligatag werden. Timm Klose ist verletzt, Per Nilsson gesperrt, außerdem plauderte Dabanli am Dienstag im Auftrag des Vereins mit Journalisten. Wofür normalerweise nur Personal ausgesucht wird, das im nächsten Spiel auch dabei ist.
Zum ersten Mal stünde Dabanli in Nürnbergs Startelf, es sollten noch weitere Einsätze folgen. Sportvorstand Martin Bader denkt laut darüber nach, den Vertrag mit dem kantigen Deutsch-Türken per Option um zwei Jahre zu verlängern. „Es sieht sehr danach aus“, sagt Bader, „es spricht mehr dafür als dagegen.“ Vor allem die Art und Weise, wie sich Dabanli in der Gruppe bewegt, sich einfügt, hat ihnen gut gefallen. „Das ist alles sehr, sehr positiv“, findet Bader.

Da auch Timm Klose über den Sommer hinaus das Club-Trikot tragen und seinen bis 30. Juni 2014 gültigen Kontrakt vorzeitig verlängern soll, ist das benötigte Innenverteidigerquartett demnächst sogar ein Quintett (inklusive Marcos Antonio und Noah Korczowski) — „und vergessen Sie bitte Niklas Stark nicht“, wie Bader anmerkt. Denn: Der vor zehn Tagen 18 Jahre alt gewordene Stark wird zeitnah zum Berufsfußballer befördert; die Sommervorbereitung wird der Ipsheimer, der sich unlängst bis 2016 an den Verein gebunden hat, komplett mit dem Profikader absolvieren, danach will die sportliche Leitung über Starks weitere Verwendung befinden. Es könnte aber durchaus sein, dass Stark demnächst in der Bundesliga auftaucht.

Mit neun Jahren schon wechselte er zum Club und hat sich seitdem zu einem vielversprechenden Talent entwickelt. Stark ist deutscher Junioren-Nationalspieler und Kapitän von Nürnbergs U19, deren wahrscheinlichen Bundesliga-Abstieg er aber wohl nicht mehr verhindern kann — obwohl Stark einer der wenigen ist, die ihre Leistung brachten in den vergangenen Monaten. So auch im Wintertrainingscamp der Profis an der Costa del Sol, wo Stark einen nachhaltigen Eindruck hinterließ, besonders im Test gegen den SC Lokeren (2:0). „Absolut positiv“ sei Starks Entwicklung, lobt Bader, er setzt große Hoffnungen in den knapp 1,90 Meter langen Defensivspezialisten. Stark, der noch ein weiteres Jahr für die A-Jugend auflaufen dürfte, ist aufgrund seiner Physis zentral vor oder zentral in der Abwehrkette am stärksten, seine Spielintelligenz genügt bereits höheren Ansprüchen.

Andere Gerüchte wollte Bader, wie üblich, nicht kommentieren. Etwa, dass der Club an Stürmer Daniel Ginczek (22, FC St. Pauli, 14 Saisontore, gehört noch Dortmund) oder Yannick Stark (22, FSV Frankfurt) interessiert sein soll. „Einfach nur weglächeln“ wolle er die kolportierten Namen, sagt Bader. 

WOLFGANG LAASS

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