4°C
Freitag, 24.05. - 06:41 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

2:2 gegen Hannover: Nürnbergs Joker Polter sticht

Club kommt zweimal zurück und ist nun seit acht Heimspielen zuhause ungeschlagen - 17.02.2013 18:30 Uhr

NÜRNBERG  - Lange sah der 1. FC Nürnberg gegen Hannover 96 wie der Verlierer aus, doch Sekunden vor Schluss stach der Joker von Michael Wiesinger: In der Nachspielzeit erzielte Sebastian Polter noch den viel umjubelten Ausgleich zum 2:2.

Sebastian Polter ist der Matchwinner beim 1. FC Nürnberg. Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sicherte der Stürmer dem Club einen Punkt.
Sebastian Polter ist der Matchwinner beim 1. FC Nürnberg. Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sicherte der Stürmer dem Club einen Punkt.
Foto: Sportfoto Zink
Sebastian Polter ist der Matchwinner beim 1. FC Nürnberg. Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sicherte der Stürmer dem Club einen Punkt.
Sebastian Polter ist der Matchwinner beim 1. FC Nürnberg. Mit seinem Treffer in der Nachspielzeit sicherte der Stürmer dem Club einen Punkt.
Foto: Sportfoto Zink

Der Start in die Bundesliga-Partie zwischen dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 war verheißungsvoll: Beide Mannschaften starteten schwungvoll und attackierten den Gegner bereits früh. Der Club machte zu Beginn den besseren Eindruck. Bereits in der zweiten Minute kam Nürnberg zum ersten Eckball der Partie. Doch der von Hiroshi Kiyotake hereingebrachte Ball fand keinen Abnehmer.

Dem 1. FCN war anzumerken, dass er seine starke Heimbilanz von sieben ungeschlagenen Spielen ausbauen wollte. Die erste richtig gute Möglichkeit hatte Tomas Pekhart (7. Minute): Javier Pinola wurde auf der linken Seite nach einem Ballgewinn im Mittelfeld geschickt und flankte in den Sechzehner auf Pekhart. Doch der Tscheche setzte sich im Zweikampf regelwidrig ein.

Von Hannover 96 war bis zur 16. Spielminute so gut wie gar nichts zu sehen. Doch dann setzte sich Didier Ya Konan auf rechts durch und legte den Ball in die Mitte auf Mohammed Abdellaoue , der den Ball aber verpasste. Fast im Gegenzug hatte der Club die riesige Chance zur Führung: Timmy Simons schickte Kiyotake mit einem herrlichen Pass in die Nahtstelle der 96-Abwehr auf die Reise. Der Japaner ließ noch Hannovers Johan Djourou aussteigen, verzog den anschließenden Schuss aber über das Gehäuse (19.).

Bilderstrecke zum Thema
2:2 gegen Hannover 96 - in einem Duell auf Augenhöhe hat der 1. FC Nürnberg durch den Ausgleichstreffer von Polter in der Nachspielzeit doch noch einen Punkt geholt. Das Ergebnis war angemessen - die Fans waren jedoch von der Leistung ihrer Mannschaft vor heimischem Publikum nicht begeistert.


Auch in der Folge hatte Hannover große Probleme mit dem Nürnberger Pressing. Der Club wirkte in den ersten 30 Minuten gedanklich schneller als der Europa-League-Teilnehmer und kam so immer wieder zu guten Möglichkeiten, wie auch in der 22. Minute als eine verunglückte Flanke von Markus Feulner bei Pinola landete. Der Argentinier schlug den Ball in den Fünf-Meter-Raum wo Pekhart bereits lauerte – aber den Ball verpasste.

Schäfer erst stark, dann chancenlos

Diese zweite Nürnberger Gelegenheit war offensichtlich der Weckruf für Hannover 96, denn nun wurden die Niedersachsen aktiver und nahmen am Spiel teil. Fast folgerichtig kamen die Gäste zu Chancen. In der 38. Minute rutschte ein Pander-Freistoß durch den Strafraum und landete bei Djourou, doch Raphael Schäfer konnte in letzter Sekunde noch klären. Nur drei Minuten später hatte aber auch der Kapitän keine Chance mehr, als Hannovers Szabolcs Huszti zu einfach durch die Nürnberger Abwehr dribbeln konnte und aus elf Metern eiskalt verwandelte.

Bilderstrecke zum Thema
In der ersten Halbzeit trat der Club selbstbewusst auf und ließ Hannover durch sein Stellungsspiel wenig Chancen. Doch ein Alleingang von Huszti sorgte für die Führung der Gäste. Danach stand das Spiel auf der Kippe und der Club wackelte - bis Polter kam.

0:1 aus Sicht des 1. FC Nürnberg stand es also zur Pause, weil der Club sich für den hohen Aufwand nicht belohnen konnte. Unverändert schickten Michael Wiesinger und Mirko Slomka ihre Mannschaften in die zweite Halbzeit. Nach Wiederanpfiff wurde deutlich, dass Nürnberg noch am späten Gegentreffer zu knabbern hatte. Es wollte nicht viel gelingen, während Hannover gefährlich vor Schäfer auftauchte. Doch dann hatte der Club in der 53. Minute einen Freistoß, den Edeltechniker Kiyotake ausführte. Seine Hereingabe fand den Kopf von Timm Klose, der die Flanke unhaltbar zum umjubelten Ausgleich verwandelte.

Kanazaki feiert Debüt

Club-Trainer Michael Wiesinger war das Unentschieden zu wenig, er brachte Neuzugang Mu Kanazaki in die Partie. Der Japaner fügte sich gleich prächtig ins Spiel ein, in dem er Markus Feulner frei spielte. Doch Feulners Torschuss rauschte knapp am Pfosten vorbei.

Hannover machte zu diesem Zeitpunkt nicht den Eindruck, als ob es der Mannschaft gelingen könnte, einen weiteren Treffer zu erzielen. Doch dann leistete sich Kiyotake im Vorwärtsgang einen folgenschweren Ballverlust: Abdellaoue schnappte sich den Ball und spielte Ya Konan vor dem Nürnberger Tor frei. Der Ivorer hatte keine Schwierigkeiten, das Leder zum 1:2 zu verwandeln (68.).

Wieder ein Rückschlag für den 1. FC Nürnberg. Club-Coach Wiesinger versuchte in den letzten zehn Minuten nochmal alles und brachte Sebastian Polter sowie Robert Mak in die Partie. Zunächst sah es allerdings nicht danach aus, als ob die beiden Einwechslungen noch etwas am Spielstand ändern könnten. Dann zeigte die Anzeigentafel die 90. Spielminute, doch Schluss war im Grundig Stadion noch nicht. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer ließ drei Minuten nachspielen – und dann war Polter zur Stelle: Timothy Chandler flankte das Leder präzise in den Strafraum, wo sich die Wolfsburger Leihgabe durchsetzte und das Spielgerät in letzter Sekunde im Tor unterbrachte.

Bilderstrecke zum Thema
Bevor Sebastian Polter in der Nachspielzeit gegen Hannover 96 den 2:2-Ausgleichstreffer markierte, gab es unterschiedliche Phasen in der Partie. Eine gute in der ersten Hälfte, dann den Einbruch nach dem 2:1 der Gäste. Entsprechend unterschiedlich fallen die Arbeitszeugnisse der Club-Profis aus.

Danach war Schluss. Der 1. FC Nürnberg hat sich mit dem 2:2-Unentschieden gegen Hannover 96 am Ende für sein hohes Engagement und seine Moral doch noch belohnt. Damit hielt auch die starke Heimserie von nun acht Spielen ohne Niederlage.

Video zum Thema
17.02.13: Die Clubfans mussten im Heimspiel gegen Hannover lange zittern, bis Polter in der Nachspielzeit das erlösende Tor zum 2:2 erzielte. Doch viele Fans waren nach dem Spiel unzufrieden. Tobias Klink und Sebastian Küster für nordbayern.de

1. FC Nürnberg: R. Schäfer - Chandler , Nilsson , Klose , Pinola - Simons - Kiyotake , Feulner (81. Mak), Balitsch , Frantz (63. Kanazaki) - Pekhart (81. Polter)

Hannover 96: Zieler - H. Sakai , Djourou , C. Schulz , Pander (66. Rausch) - Hoffmann , da Silva Pinto - Ya Konan (75. Schmiedebach) , Huszti - M. Diouf (84. Sobiech) , Abdellaoue

Schiedsrichter: Kinhöfer (Herne) - Zuschauer: 36.101 - Tore: 0:1 Huszti (41.), 1:1 Klose (53.), 1:2 Ya Konan (68.), 2:2 Polter (90. + 2) - Gelbe Karten: Polter / Sakai, Rausch

Den Spielverlauf können Sie hier im Ticker noch einmal nachlesen.  

fsw


Ihr Kommentar

Name:
 
 Bitte beachten Sie unsere Netiquette.
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.


Zum Thema
Logo 1. FC Nürnberg
Gründungsdatum:
04.05.1900
Mitgliederzahl:
über 14.000


Kurzbeschreibung:
Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

Ein extra Themenarchiv mit "historischen" Berichten rund um den 1. FCN finden Sie unter dem Stichwort "Club-Geschichte(n)".

Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

Zum Thema
Suche wird durchgeführt...