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59:67 bei den Bayern! Bamberg trifft seine Würfe nicht

Brose Bamberg findet in einem kampfbetonten Spiel nie seinen Rhythmus - 19.03.2017 22:41 Uhr

Das tut weh! Ausgerechnet im Spitzenspiel beim Erzrivalen FC Bayern ziehen Leon Radosevic & Co. zum zweiten Mal in dieser Saison den Kürzeren.

Das tut weh! Ausgerechnet im Spitzenspiel beim Erzrivalen FC Bayern ziehen Leon Radosevic & Co. zum zweiten Mal in dieser Saison den Kürzeren. © dpa


Den 6.700 Zuschauern im Audi Dome dürfte schnell klar geworden sein, dass Freunde des gepflegten Offensivbasketballs an diesem Abend nicht auf ihre Kosten kommen würden - für beide Mannschaften stand zu viel auf dem Spiel. Obwohl sich hier der Tabellenzweite aus Bamberg und der Dritte aus München in einem Spitzenspiel gegenüber standen, entwickelte sich auf dem Feld eine kampfbetonte Partie, die allerdings nicht auf aller höchstem Niveau angesiedelt war - vor allem in der Offensive. Naturgemäß legten die beiden besten Verteidungs-Teams der Liga ihren Fokus zuerst auf die eigene Abwehrreihe.

Ungenutzte Wurfpositionen

Aber: Bamberg schaffte es gegen die Bayern-Defense immer wieder durch seine gute Ballbewegung in gute Wurfpositionen zu kommen, konnte diese jedoch zu selten nutzen. Insbesondere von jenseits der Dreierlinie hatte Brose sein Visier mangelhaft eingestellt und traf gerade einmal 13 Prozent (2/15). Auf der anderen Seite ließen die Bayern, bei denen Neuzugang Dru Joyce nur zu einem Kurzeinsatz kam, jegliche Struktur im Angriff vermissen und leisteten sich neben einer ebenfalls schwachen Wurfquote noch elf Ballverluste (Bayerns Saisonschnitt liegt bei knapp 13 pro Spiel).

So war es nur logisch, dass der Meister aus der Domstadt, der ab der 14. Spielminute zwischenzeitlichden am Knöchel verletzten Maodo Lô ersetzen musste, über weite Strecken die Nase vorne hatte und zwischenzeitlich mit sechs Zählern führte. Doch aufgrund der bereits angesprochenen schwachen Dreierquote blieben die Münchener im Spiel und konnten den Rückstand zum Ende der ersten Halbzeit wieder verkürzen (27:28). Zu verdanken hatten die Landeshauptstädter das in erster Linie Devin Booker, der sich immer wieder unter dem Korb durchsetzen konnte.

Offensiver Offenbarungseid

Wer dachte, dass sich Bambergs Offensive nach der Pause normalisieren würde, wurde schnell eines besseren belehrt, denn genau das Gegenteil trat ein: Die Brose-Boys verloren auch ihr letztes bisschen Offensivrhythmus und gingen insbesondere im dritten Viertel vollkommen unter (9:22), da sich die FCB-Korbjäger deutlich steigerten. Angetrieben von Nick Johnson erhöhten die Oberbayern vor allem ihre Aggressivität im Angriff und attackierten mit allem, was sie hatten den Korb. Bei den Oberfranken, die sich ihrerseits in dieser Phase unnötige Turnover erlaubten, klappte im Angriff überhaupt nichts mehr, sodass der Rückstand stetig anwuchs.

Ein 17:5-Zwischspurt der Münchener zum Ende des dritten Viertels bedeute das 49:37 zugunsten der Hausherren und war quasi die Vorentscheidung. Über Nikos Zisis und Jerel McNeal, die Bambergs Dreierquote am Ende noch auf 24 Prozent (6/24) hochschraubten, versuchten die Bamberger im Schlussviertel zwar noch einmal alles, um den Rückstand abzuarbeiten, doch am Ende lief die Zeit für den FC Bayern Basketball, der es in der Schlussphase immer wieder geschickt verstand, sich den Gegner mit Big Shots vom Leib zu halten - Bayerns Trefferquote lag am Ende beu 42 Prozent. Mit 59:67 musste Brose Bamberg in seine zweite Saisonniederlage einwilligen und hat damit vier Minuspunkte Rückstand auf Tabellenführer Ulm.

FC Bayern München Basketball: Johnson (12 Punkte), Lucic (11), Zirbes (10), Redding (8), Booker (8), Djedovic (7), Kleber (4), Barthel (4), Gavel (3), Taylor, King, Joyce
Brose Bamberg: Zisis (12), McNeal (10), Theis (10), Melli (8), Miller (6), Lô (5), Causeur (4), Heckmann (3), Radosevic, Staiger 

Benjamin Strüh

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