6:3 gegen Krefeld: Ice Tigers schlagen das Schlusslicht

10.2.2017, 21:54 Uhr
Ein Stolperer von Goalie Galbraith war für Krefeld der Anfang vom Ende.

© Sportfoto Zink / MaWi Ein Stolperer von Goalie Galbraith war für Krefeld der Anfang vom Ende.

Mit dem gestrigen Abend begann für die Ice Tigers die vielleicht komplizierteste Phase der langen Saison. Die unmittelbare Vorbereitung auf die Playoffs ist längst im Gang, wenn da nicht noch diese restlichen sieben Spiele wären, in denen sich entscheidet, wie groß der Vorteil sein wird, mit dem Nürnberg in die schönste Zeit des Eishockeyjahres starten darf.

Wie anspruchsvoll sich das mitunter gestalten wird, konnte man bereits am Freitagabend gegen Krefeld beobachten. Zwei Drittel lang mühten sich die Ice Tigers beim 6:3 mit dem Tabellenletzten, allein Steven Reinprecht hielt sie im Spiel – dann blieb der Gästetorhüter am Pfosten hängen.

Unter der Woche hatte Rick Adduono an die Ehre seiner Spieler appelliert, von Teubert ließen sich die Pinguine dann jedenfalls nicht einschüchtern. Zumal der Verteidiger ebenso wie Milan Jurcina und Patrick Buzas weiterhin zusehen muss. Und weil sich auch noch Oliver Mebus in Augsburg eine Muskelzerrung zugezogen hatte, hat sich die personelle Situation kaum entspannt, obwohl am Dienstag mit Nichlas Torp ein weiterer Neuzugang seinen Schrank eingeräumt hatte.

Der Schwede begann nervös, dass er jeweils bei den drei Krefelder Treffern auf dem Eis stand, konnte man ihm aber kaum anlasten. Mike Collins' Ausgleich kurz nach Ablauf eines Power-Plays war glücklich (17. Minute). Martin Ness traf aus der Drehung (20.), weil Torhüter Jochen Reimer die Sicht versperrt war. Und Torp checkte Martin Schymainski zwar hart, aber erst nachdem der Krefelder den Puck querpasste - Marco Rosa hätte aber auch niemals so alleine vor Reimer warten dürfen (35.).

Es wäre ein unerfreulicher Abend für die meisten der 5026 Besucher gewesen, wenn Steven Reinprecht kein gar so großes Vergnügen am Eishockey spielen gehabt hätte. Yasin Ehliz' Schuss lenkte der 40-Jährige ins Krefelder Tor (5.). Bei Patrick Reimers 2:2 nahm er Schlussmann Patrick Galbraith die Sicht (26.). Das 3:3 besorgte er dann wieder selbst (40.), was die Pinguine dann doch beeindruckt hatte.

Zumindest den Torhüter. Galbraith leitete den Schlussabschnitt jedenfalls mit einer Slapstick-Einlage ein, als er beim Versuch den Puck an der Bande zu stoppen, am Pfosten hängenblieb und anerkennen musste, dass Ehliz ganz schnell reagierte (41.) Sein Schuss ins leere Tor war der vierte Punkt für den Nationalspieler an diesem Abend.

Brandon Segal sorgte noch mit einem herrlichen Handgelenkschuss für Erleichterung (50.) und Brett Festerling mit einem Schlenzer ins verwaiste Tor aus dem eigenen Drittel für den Endstand (59.). Am Sonntag (14 Uhr) werden die Ice Tigers im Adlerhorst willkommen geheißen. Für den gellenden Schrei in der Arena des Verfolgers war allerdings kein Mannheimer Verteidiger verantwortlich.


Nürnberg: J. Reimer; Blacker/Festerling, Syvret/Torp, Martinovic/Weber – Segal/Dupuis/Schremp, P. Reimer/Reinprecht/Ehliz, Pföderl/Steckel/Prust, Pfleger/Möchel/Filin. - Tore: 1:0 Reinprecht (4:58/5-4), 1:1 Collins (16:44), 1:2 Ness (19:11), 2:2 P. Reimer (25:29), 2:3 Rosa, 3:3 Reinprecht (39:09), 4:3 Ehliz (40:26), 5:3 Segal (49:05), 6:3 Festerling (58:32/EN). Schiedsrichter: Hoppe/Schimm. - Zuschauer: 5026. - Strafminuten: 16 (Nürnberg 10, Krefeld 6).

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