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78:83-Niederlage: Bamberg muss Fenerbahce feiern lassen

Trinchieri-Team verliert gegen Istanbul die nächste Euroleague-Partie - 16.03.2017 23:00 Uhr

An Fenerbache vorbeizukommen war am Donnerstagabend zu schwer: Auch Nikos Zisis tat sich gegen den Vorjahresfinalisten schwer und konnte die Niederlage der Bamberger nicht verhindern. © Sportfoto Zink / HMI


Vor ausverkauftem Haus – darunter auch eine größere Schar Fenerbahce-Fans – gerieten die Bamberger von der ersten Sekunde an in Rückstand, dem sie auch bis zum Schluss hinterherlaufen sollten. Ans Aufgeben dachte jedoch niemand, wenngleich es die Mannen um Nikos Zisis, der an diesem Abend sein 279. Euroleague-Spiel absolvierte, gegen die aggressive Verteidigung der Türken nur schwer in gute Wurfpositionen kamen.

Auf der anderen Seite trafen die Gäste insbesondere im ersten Durchgang sehr hochprozentig und hatten auch beim Rebound ihre Vorteile, sodass sie nur wenig Mühe hatten, Bambergs Aufholversuche abzuwehren. Der Rückstand schwankte in der gesamten ersten Halbzeit stets zwischen zwei und zehn Punkten. Immer, wenn die Brose-Boys drauf und dran waren, das Momentum auf ihre Seite zu holen, unterliefen unnötige Fehler oder man kassierte einen Pfiff der nicht immer glücklich agierenden Unparteiischen. Dank eines Schlussspurts zum Ende des ersten Durchgangs, den Jerel McNeal mit guten Defensiv- und Offensivaktionen befeuerte, betrug der Abstand zum Vorjahresfinalisten nur vier Punkte (38:42).

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Euroleague-Frust! Bittere Bamberg-Pleite gegen Fenerbahce

Mal wieder hat es knapp nicht gereicht: Brose Bamberg verlor am Donnerstagabend mit 78:83 gegen Fenerbahce Istanbul. Die Aufholjagd der Trinchieri-Truppe am Ende kam schlicht zu spät, durch die Niederlage können nun auch die letzten Optimisten unter den Bamberg-Fans die Playoff-Träume begrabend.


Sehr zum Ärger der Fans konnte Bamberg den Schwung nicht über die Halbzeitpause retten. Mit Unterstützung der Schiedsrichter, die durch ihre nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen Andrea Trinchieri zur Weißglut trieben – ein technisches Foul war die logische Folge -, startete Istanbul mit einem 13:0-Lauf, der fast schon einer frühen Entscheidung gleich kam. Fast auf die Sekunde genau fünf Minuten mussten sich Spieler und Fans bis zum ersten Korb nach der Pause durch Darius Miller gedulden.

Bambergs US-Forward versuchte in der Folge, das Team auf seine Schultern zu nehmen, doch bei Istanbul lief Luigi Datome heiß. Der Italiener, der in der ersten Halbzeit gerade einmal fünf Minuten auf dem Feld stand, löste nun Bobby Dixon als Scorer ab und brachte seine Farben mit zwölf Zählern im dritten Viertel auf die Siegerstraße.

Bambergs Aufholjagd kommt zu spät

Die Oberfranken ließen sich aber auch von einem zwischenzeitlichen 18-Punkte-Rückstand (50:68, 30. Min.) nicht beeindrucken. Gepusht vom eigenen Anhang kämpfte sich das Trinchieri-Team in einem phantastischen Schlussviertel (22:15) noch einmal bis auf vier Zähler (75:79, 39. Min.) heran – am Ende sollte es aber nicht mehr zum Sieg reichen.

Trotz einer enormen kämpferischen Leistung konnte der deutsche Meister die Diskrepanz in Sachen Trefferquote (40:53 Prozent), die auch durch starke acht Blocks zustande kam, nie ausgleichen und fand defensiv auch kein Mittel gegen Bobby Dixon (26 Punkte) und Luigi Datome (16 Punkte). Das 78:83 besiegelte nun auch endgültig das Bamberger Aus im Playoff-Kampf der Euroleague.

Brose Bamberg: Zisis (15 Punkte), Causeur (15), Miller (14), McNeal (9), Theis (8), Lô (5), Veremeenko (5), Radosevic (4), Heckmann (3), Melli, Nikolic

Fenerbahce Istanbul: Dixon (26), Datome (16), Udoh (12), Vesely (9), Nunnally (8), Kalinic (7), Mahmutoglu (5), Bogdanovic, Bennett, Ugurlu 

Benjamin Strüh

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