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Von Beginn an zeigten die Hausherren, warum sie Tabellenführer der ProA sind. Nach fünf Minuten lag Vechta mit 12:7 in Front, der NBC stand sofort unter Zugzwang. Viel änderte sich nicht bis zum Ende des ersten Viertels, nach dem die Niedersachsen mit 24:17 in Front lagen.
Bis zur Halbzeit blieb Vechta weiter tonangebend, doch mit 43:39 hielt der NBC erstaunlich gut Anschluss an das favorisierte Heimteam und somit das Spiel weiter offen. Ahmand Smith steuerte bis dato 14, Kollege Frederick Zamal Nixon neun Punkte für die Franken bei.
In der 22. Minute wäre es fast passiert: Nikita Khartchenkov probierte es aus der Distanz, doch sein Dreipunktewurf traf nicht in den gegnerischen Korb - um ein Haar der Ausgleich beim Ligaprimus! Viele vergebene Würfe und Fehlpässe zeugten anschließend von einem hektischen und gleichsam zerfahrenen Spielabschnitt.
Drei Minuten später war es denn doch soweit: Mit zwei Freiwürfen stellte ausgerechnet Khartchenov auf 49:49, zum ersten Mal lag der SC Rasta nicht in Front. Wenige Sekunden später verwarf der 25-Jährige den nächsten Dreier und im Gegenzug ging Vechta wieder in Führung.
Mit beeindruckender Moral ließen sich die Nürnberger aber dennoch nicht abschütteln. Den Lohn aller Mühen fuhren die Schützlingen von Headcoach Martin Ides in der 29. Minute ein, als Khartchenkov zum 58:57 warf, übrigens per Dreipunktewurf. Lange konnte sich der NBC aber nicht am süßen Geschmack einer überraschenden Auswärtsführung berauschen, zum Viertelende lagen die Nürnberger mit 60:63 zurück. Immerhin versprach das letzte Viertel Spannung.
Knapp fünf Minuten vor Spielende lagen wieder die Gäste aus der Noris mit 71:70 in Führung. Vermutlich die wenigsten hätten gedacht, dass das Spiel Erster gegen Zehnter so eine ausgeglichene Angelegenheit werden würde. In die Auszeit in der 36. Minute ging der NBC mit 75:73. Vechta kam jetzt nur noch maximal zum Ausgleich, dann legten die Nürnberger wieder postwendend nach. 27 Sekunden vor Schluss führten die Franken mit 82:79, die Sensation war zum Greifen nahe. Mit 82:81 ging es in die letzten zehn Sekunden, doch dann traf Frederick Zamal Nixon per Korbleger und Michael Nunnally einen Freiwurf. 85:81 für Nürnberg, auch ein Dreipunktewurf der Hausherren in letzter Sekunden änderte nichts mehr am unerwarteten 85:84-Auswärtssieg der Franken.
Der schier omnipräsente Nikita Khartchenkov durfte sich am Ende mit 22 Punkten als bester Nürnberger Werfer feiern lassen. Mit 19 Punkten hatte auch Ahmad Smith gehörigen Anteil an der gelungenen Reise zum niedersächsischen Ligaprimus.
Am nächsten Samstag will der NBC die Crailsheim Merlins in eigener Halle entzaubern, die als Vorletzter in die Noris reisen. Der NBC dürfte jedoch gewarnt sein: Denn wie gefährlich Favoritenrollen sein können, zeigte das rassige Duell in Vechta.
Fr. 17.05.13
Di. 14.05.13
Fr. 10.05.13
Mi. 17.04.13
So. 14.04.13