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85:84-Krimi: NBC siegt bei Spitzenreiter Rasta Vechta

Sensationeller Auswärtserfolg der Nürnberger - Nikita Khartchenkov im Blickpunkt - 02.02.2013 22:01 Uhr

Vechta  - Dicke Überraschungen gibt es nicht nur beim Fußball: Der Nürnberger Basketballclub (NBC) hat am Samstag beim Zweitliga-Spitzenreiter SC Rasta Vechta sensationell mit 85:84 gewonnen. Bis zur allerletzten Sekunde mussten die Franken zittern, eher der unerwartete Punktgewinn unter Dach und Fach war.

Aus der Distanz mit Licht und Schatten: Nikita Khartchenkov warf zwar 22 Punkte, vergab aber auch den einen oder anderen Dreier.
Aus der Distanz mit Licht und Schatten: Nikita Khartchenkov warf zwar 22 Punkte, vergab aber auch den einen oder anderen Dreier.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi
Aus der Distanz mit Licht und Schatten: Nikita Khartchenkov warf zwar 22 Punkte, vergab aber auch den einen oder anderen Dreier.
Aus der Distanz mit Licht und Schatten: Nikita Khartchenkov warf zwar 22 Punkte, vergab aber auch den einen oder anderen Dreier.
Foto: Sportfoto Zink / MaWi

Von Beginn an zeigten die Hausherren, warum sie Tabellenführer der ProA sind. Nach fünf Minuten lag Vechta mit 12:7 in Front, der NBC stand sofort unter Zugzwang. Viel änderte sich nicht bis zum Ende des ersten Viertels, nach dem die Niedersachsen mit 24:17 in Front lagen.

Bis zur Halbzeit blieb Vechta weiter tonangebend, doch mit 43:39 hielt der NBC erstaunlich gut Anschluss an das favorisierte Heimteam und somit das Spiel weiter offen. Ahmand Smith steuerte bis dato 14, Kollege Frederick Zamal Nixon neun Punkte für die Franken bei.

In der 22. Minute wäre es fast passiert: Nikita Khartchenkov probierte es aus der Distanz, doch sein Dreipunktewurf traf nicht in den gegnerischen Korb - um ein Haar der Ausgleich beim Ligaprimus! Viele vergebene Würfe und Fehlpässe zeugten anschließend von einem hektischen und gleichsam zerfahrenen Spielabschnitt.

Khartchenkov besorgt die Führung

Drei Minuten später war es denn doch soweit: Mit zwei Freiwürfen stellte ausgerechnet Khartchenov auf 49:49, zum ersten Mal lag der SC Rasta nicht in Front. Wenige Sekunden später verwarf der 25-Jährige den nächsten Dreier und im Gegenzug ging Vechta wieder in Führung.

Mit beeindruckender Moral ließen sich die Nürnberger aber dennoch nicht abschütteln. Den Lohn aller Mühen fuhren die Schützlingen von Headcoach Martin Ides in der 29. Minute ein, als Khartchenkov zum 58:57 warf, übrigens per Dreipunktewurf. Lange konnte sich der NBC aber nicht am süßen Geschmack einer überraschenden Auswärtsführung berauschen, zum Viertelende lagen die Nürnberger mit 60:63 zurück. Immerhin versprach das letzte Viertel Spannung.

Dramatische Schlussphase

Knapp fünf Minuten vor Spielende lagen wieder die Gäste aus der Noris mit 71:70 in Führung. Vermutlich die wenigsten hätten gedacht, dass das Spiel Erster gegen Zehnter so eine ausgeglichene Angelegenheit werden würde. In die Auszeit in der 36. Minute ging der NBC mit 75:73. Vechta kam jetzt nur noch maximal zum Ausgleich, dann legten die Nürnberger wieder postwendend nach. 27 Sekunden vor Schluss führten die Franken mit 82:79, die Sensation war zum Greifen nahe. Mit 82:81 ging es in die letzten zehn Sekunden, doch dann traf Frederick Zamal Nixon per Korbleger und Michael Nunnally einen Freiwurf. 85:81 für Nürnberg, auch ein Dreipunktewurf der Hausherren in letzter Sekunden änderte nichts mehr am unerwarteten 85:84-Auswärtssieg der Franken.

Der schier omnipräsente Nikita Khartchenkov durfte sich am Ende mit 22 Punkten als bester Nürnberger Werfer feiern lassen. Mit 19 Punkten hatte auch Ahmad Smith gehörigen Anteil an der gelungenen Reise zum niedersächsischen Ligaprimus.

Am nächsten Samstag will der NBC die Crailsheim Merlins in eigener Halle entzaubern, die als Vorletzter in die Noris reisen. Der NBC dürfte jedoch gewarnt sein: Denn wie gefährlich Favoritenrollen sein können, zeigte das rassige Duell in Vechta. 

Stefan Wölfel


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Nürnberger Basketballclub NBC - Logo
Gründungsdatum:
2009



Kurzbeschreibung:
Die Geschichte des "Nürnberger Basketball Club e.V. NBC" reicht zurück bis ins Jahr 2002, als in NÜrnberg die Franken Hexer gegründet wurden. Die Franken Hexer kooperierten wiederum seit der Saison 2007/2008 mit dem traditionsreichen DJK Falke Nürnberg, der zwischen 2005 und 2007 unter dem Namen "SELLBYTELL Baskets Nürnberg" in der 1. Liga spielte. Dort konnte sich der finanziell angeschlagene Verein jedoch nicht halten, so dass 2009 das Aus kam. Nur durch die Überführung des Teams in den NBC wurde der Verein gerettet, das Basketball-Team des DJK Falke existiert seitdem nicht mehr. 2010/2011 gelang dank einer Wildcard der Aufstieg in die 2. Liga (Pro-A). Seine Premierensaison beendete der NBC auf Rang 12. Seine Heimspiele bestreitet der NBC in der Halle am Berliner Platz.