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Abflug vor dem Abflug: Fürths Hilbert verabschiedet sich

Jetzt geht's ins Trainingslager - Kleeblatt-Routinier wechselt zur U23 - 07.01.2019 05:49 Uhr

Künftig nicht mehr bei den Profis am Ball: Roberto Hilbert soll sich bei Fürths Amateuren auf seine berufliche Ausbildung konzentrieren. © Sportfoto Zink / WoZi


Es hatte sich bereits in den letzten Wochen abgezeichnet, dass dem 34-Jährigen wohl kein erneutes Comeback auf Bundesliga-Niveau gelingen sollte. Der achtfache Nationalspieler, der von Fürth aus über den VfB Stuttgart, Besiktas Istanbul und Bayer Leverkusen eine erfolgreiche Laufbahn hinlegte und im Oktober 2017 zum Kleeblatt zurückgekehrt war, hatte unter Trainer Damir Buric sportlich keine Chance mehr. Nach einigen wenig überzeugenden Spielen mit ein paar Unachtsamkeiten zu viel zu Saisonbeginn war er auf der Bank gelandet. Darüber hatte er sich wenig begeistert gezeigt und unter anderem im "kicker" seiner Enttäuschung über die verfahrene Situation öffentlich gemacht.

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"Das war sein gutes Recht. Ich kann nicht davon sprechen, dass ich mündige Spieler will und ihnen dann den Mund verbieten", zeigte Fürths Sportdirektor Rachid Azzouzi nun aber Verständnis für Hilberts verbalen Frustabbau. Eine Retourkutsche sei die wochenlange Nicht-Berücksichtigung keinesfalls gewesen, versicherte Azzouzi jedenfalls.

Dafür spricht nun die Entwicklung, den gebürtigen Forchheimer auch nach dem sich nun abzeichnenden Ende seiner fußballerischen Karriere im Verein einzubinden. Bis zum Sommer soll Hilbert die U23 stabilisieren und sich nebenbei verstärkt dem Thema Athletik widmen. Als Trainer soll der 34-Jährige in diesem Bereich künftig beim Kleeblatt arbeiten. "Diese Übergangsphase ist für viele Spieler schwer, und letztlich ist es nur wenigen Profis vergönnt, einen direkten Übergang im Fußball zu bekommen", erklärte Hilbert in einer Pressemitteilung des Vereins und stimmte versöhnliche Töne an: "Für diese Chance bin ich dem Kleeblatt sehr dankbar. Ich freue mich darauf, jetzt diesen neuen Lebensabschnitt zu beginnen."

Aycicek steht vor dem Abschied 

Während Hilbert am Montag beim Trainingsauftakt der Fürther Amateurtruppe einsteigt, steht das Arbeitsverhältnis mit Levent Aycicek vor der Auflösung. Der Mittelfeldspieler wird heute nicht mit in die Türkei fliegen und soll stattdessen die ihm vorliegenden Angebote anderer Klubs prüfen. Azzouzi geht von einer Lösung in den nächsten Tagen aus.

Keine Prognosen mag der Sportdirektor im Fall von Patrick Sontheimer, Benedikt Kirsch und Nik Omladic abgeben. Das Trio dürfte sich verändern, wird aber zunächst mit ins neuntägige Trainingslager nach Belek reisen. Neuzugänge sind übrigens nicht zu erwarten. Immerhin ist der finanzielle Spielraum des Zweitligisten mit Hilberts Abschied von den Profis und dem designierten Wechsel Ayciceks etwas größer geworden. Der bereits öffentlich spekulierte Transfer des Kroaten Robert Muric ist laut Azzouzi aber "kein Thema". Reha statt Türkei heißt es für Tobias Mohr, der nach seinem Innenbandanriss Aufbauarbeit leisten muss. 

 

Florian Pöhlmann

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