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Abwärtstrend gestoppt? Club und Augsburg spielen 0:0

Pfiffe nach Spielende - Schäfer mit Problemen an der Achillessehne ausgewechselt - 21.10.2012 15:14 Uhr

NÜRNBERG  - Der 1. FC Nürnberg tritt in der Bundesliga weiter auf der Stelle. Die Franken leisteten sich am Sonntag daheim gegen den FC Augsburg eine trostlose Nullnummer und bleiben im Tabellenkeller stecken. Immerhin aber stoppte das Team von Trainer Dieter Hecking im Landesderby vor 40.171 Zuschauern seine Niederlagenserie.

Keine Tore, aber immerhin die Niederlagenserie gestoppt: Der Club und Augsburg trennten sich mit einem 0:0.
Keine Tore, aber immerhin die Niederlagenserie gestoppt: Der Club und Augsburg trennten sich mit einem 0:0.
Foto: Zink
Keine Tore, aber immerhin die Niederlagenserie gestoppt: Der Club und Augsburg trennten sich mit einem 0:0.
Keine Tore, aber immerhin die Niederlagenserie gestoppt: Der Club und Augsburg trennten sich mit einem 0:0.
Foto: Zink

Zuletzt hatte der Pokalsieger von 2007 vier Pleiten in Folge kassiert. In einem über weite Strecken schwachen Duell mit Augsburg ließ Nürnberg ebenso wie der zwei Punkte schlechter platzierte Kontrahent lange jegliches Erstligaformat vermissen. Der FC Augsburg spielte nach der Pause kecker, war näher dran am Siegtor - doch Nürnbergs eingewechselter Ersatztorhüter Patrick Rakovsky rettete das Unentschieden. Damit wartet der FCA inzwischen schon seit 36 Jahren auf den ersten Sieg gegen den Club.

 


 

Drei Neue brachte Hecking nach der 0:3-Klatsche in Freiburg. Augsburgs Markus Weinzierl wechselte nur einmal nach dem ersten Bundesliga-Sieg der Saison, dem 3:1 gegen Werder Bremen. Die Hausherren hatten zunächst etwas mehr vom Spiel. Bereits in der dritten Minute verpassten Tomas Pekhardt und Timo Gebhart eine Mike-Frantz-Flanke nur knapp. Doch die spektakulärste Szene in der ersten Viertelstunde war der Austausch des Spielgerätes. Mit neuem Ball und neuer Luft ging es weiter, doch das Spiel wurde einfach nicht besser.

Tempo und Klasse fehlten

Wenn bei Nürnberg etwas nach vorne ging, dann fast immer über den japanischen Neuzugang Hiroshi Kiyotake – doch die erste echte Chance aus dem Spiel heraus hatten die Gäste. Club-Keeper Raphael Schäfer hielt den Schuss von Knowledge Musona nach dem Augsburger Konter nach genau einer halben Stunde. Ansonsten gelang kaum eine Kombination.

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Seine Niederlagenserie hat der 1. FC Nürnberg zwar stoppen können, doch überzeugend hat der Club beim 0:0 gegen den FC Augsburg nur selten gespielt. Sehen Sie die Bewertungen der Spieler in unserer Galerie.

Kurz vor der Pause hatte Nürnbergs Hanno Balitsch noch eine Möglichkeit – das war's. Tempo und Klasse fehlten völlig – der Tabellenstand beider Teams passte in Hälfte eins zur Leistungsfähigkeit. Bei Augsburg landeten in den ersten 45 Minuten 40 Prozent der Pässe beim Gegner, die Nürnberger waren in der Fehlpass-Statistik nur unwesentlich besser.

Nach der Pause blieb Club-Kapitän Schäfer mit Achillessehnenproblemen in der Kabine, Ersatztorhüter Rakovsky stand zum dritten Mal in der Bundesliga im Nürnberger Kasten. Der U-19-Nationalspieler, in dieser Saison achtmal in der Regionalliga Bayern zum Einsatz gekommen, hatte Schäfer bereits in der letzten
Saison zweimal vertreten.

Der junge Keeper wäre beinahe zur tragischen Figur geworden, als er den Ball nach einer Ecke nicht festhalten konnte. Torsten Oehrl und dann Tobias Werner scheiterten nach etwas über einer Stunde an Clubspielern, die sich dem Ball entgegengeworfen hatten. Wenig später wurde Rakovsky zum Helden, pflückte einen scheinbar unhaltbaren Kopfball des eingewechselten Aristide Bancé von der Linie. Das Spiel wurde etwas besser, vor allem weil die Augsburger, bei denen in der Nachspielzeit Kapitän Paul Verhaegh verletzt ausgewechselt werden musste, mutiger nach vorne spielten. Unzufrieden waren vor allem die Nürnberger Fans, sie forderten von ihrem Team: „Wir wollen Euch kämpfen seh'n.“

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Die Niederlagenserie ist gerissen - immerhin. Doch zufrieden sah nach Abpfiff der Partie gegen Augsburg keiner der Spieler aus. 90 Minuten Kampf und Krampf brachten dem 1. FC Nürnberg immerhin einen Punkt bei einem trostlosen 0:0 ein.

 

dpa


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Titel, Tränen und Triumphe: Der 1. FC Nürnberg blickt auf eine bewegte, mittlerweile über 113-jährige Geschichte zurück. Seine größten Erfolge feierte der Club in den "goldenen" 20er Jahren, als alleine fünf der insgesamt neun Meisterschaften gelangen. Bis in die 60er Jahre gehörte der Verein zu den ganz großen Namen des deutschen Fußballs. Doch mit dem erstmaligen Abstieg aus dem Oberhaus 1969 begann ein jahrzehntelanges Tief. Abstiege und Skandale prägten den Verein, der sich in dieser Zeit den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft verdiente und 1996 gar in die drittklassige Regionalliga abstürzte. Erst im neuen Jahrtausend konsolidierte sich der Verein und knüpfte mit dem DFB-Pokalsieg 2007 an alte Zeiten an - sehr zur Freude der treuen und großen Anhängerschaft des FCN.

Deutscher Meister: 1920, 1921, 1924, 1925, 1927, 1936, 1948, 1961, 1968

DFB-Pokalsieger: 1935, 1939, 1962, 2007

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Der Club-Kader in der Saison 2012/13

Galerie Kader 1. FC Nürnberg 2011/12

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