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Asamoah: "Das schafft nur Asa"

Der Ex-Schalker vor dem Duell gegen seine "große Liebe" - 11.09.2012 15:29 Uhr

Freut sich auf das Spiel gegen seinen Ex-Club Schalke 04: Gerald Asamoah.

Freut sich auf das Spiel gegen seinen Ex-Club Schalke 04: Gerald Asamoah. © Tobias Lang


Es war Juli 1999 als der 20-jährige Asamoah von Hannover 96 zu Schalke 04 wechselte - der Beginn einer Zusammenarbeit, die über eine Dekade halten sollte. "Schalke hat mein Leben geprägt. Ich war nie der Chef und auch kein besonderer Spieler, aber meine Art und Weise kam einfach an", sagt Asamoah selbst und fügt mit Wehmut an: "Da brauchst du nur das Flutlicht anzumachen und schon stehen zehntausend Fans da. Schalke ist wie eine Familie - da hat einfach alles gepasst."

In seiner Schalker Zeit wurde der Stürmer auch in den Kader der Nationalmannschaft berufen und feierte zwei Pokalerfolge mit den Knappen. "Ich habe alle Höhen und Tiefen erlebt. Das prägendste Erlebnis war aber wohl die Vier-Minuten-Meisterschaft von 2001." Damals wurde den Königsblauen in letzter Sekunde die Meisterschale durch einen Treffer von Patrik Andersson entrissen. "Man muss nur sehen, wie der Ball reinging - es sollte einfach nicht sein.", erinnert sich "Asa".

 

Asamoahs Standing bei den Schalker Fans ist nach wie vor enorm groß. So groß, dass er vor wenigen Monaten in die Ehrenkabine des FC Schalke 04 berufen wurde - als einziger noch aktiver Spieler. "Das schafft nur Asa", sagt er selbst mit einem Lächeln. Auch in die königsblaue "Hall of Fame" berufen wurde sein großes Idol Rudi Assauer. "Ich habe Herrn Assauer viel zu verdanken." Nach Herz- und Kreislaufproblemen im Jahr 1998 setzte keiner mehr auf das Talent aus Ghana - nur der damalige Schalker Manager Rudi Assauer wollte Asamoah unbedingt verpflichten.

"Asa", wie ihn die Fans auf Schalke nannten, hat nach wie vor hohes Ansehen in Gelsenkirchen - am Samstagabend zählt das jedoch nicht.

"Asa", wie ihn die Fans auf Schalke nannten, hat nach wie vor hohes Ansehen in Gelsenkirchen - am Samstagabend zählt das jedoch nicht. © Tobias Lang


Bei seinem neuen Arbeitgeber, der SpVgg Fürth avanciert "Asa", wie ihn die Fans nennen, immer öfter zum Tribünengast. "Ich nehm das ganz locker. Der Trainer spricht viel mit mir und ich verstehe, wenn wir hinten liegen, dass er mich nicht bringt. Da muss man auch mal den Jungen den Vortritt lassen", erklärt der aus Mampong stammende Ghaner. Bereits seit seinem zwölften Lebensjahr lebt Asamoah in Deutschland und scheint hier seine Heimat gefunden zu haben.

Die Marschrute für den kommenden Samstag scheint klar: "In erster Linie geht es darum, die drei Punkte in Fürth zu behalten", sagt der mittlerweile 33-Jährige, weiß gleichermaßen aber auch wie schwer es gegen die hochfavorisierten Schalker wird. Der erträumte Matchplan? "Ich komme in der 75. Minute und köpfe in der ersten Minute der Nachspielzeit das entscheidende 2:1" - dagegen hätten wohl die wenigsten Kleeblätter etwas einzuwenden.

  

Tobias Lang

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