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Azzouzi übernimmt: Kleeblatt schließt das Kapitel Yildirim

Manager-Wechsel in Fürth: Ein alter Bekannter kehrt zurück - 22.11.2017 15:11 Uhr

Rachid Azzouzi weiß, wie das Geschäft läuft. Als Nachfolger des geschassten Ramazan Yildirim (rechts) soll er dies erneut in der Kleeblattstadt unter Beweis stellen. © Montage: Simon Hagen


Präsident Helmut Hack erklärte via Pressemitteilung die Beweggründe: "Wir haben in den vergangenen Wochen die sportliche Situation analysiert und sind im Rahmen dieser Bewertung zu dem Schluss gekommen, dass Veränderungen in der sportlichen Verantwortung und damit neue Impulse notwendig sind."

Azzouzi scheint die Anfrage zu schmeicheln: "Jeder weiß, dass mir die Spielvereinigung sehr viel bedeutet. Es ist gerade eine schwere Situation, aber es ist für mich eine Herzensangelegenheit, die wir alle im Verein mit viel Energie angehen werden. Es kommt nun auf Geschlossenheit auf allen Ebenen und den Fokus auf das Wesentliche an."

"Rachid kennt unseren Verein" 

Am Mittwoch noch will ihn der Verein offiziell vorstellen. Hack geht davon aus, dass sein ehemaliger Schützling wenig Anlaufzeit brauchen werde: "Rachid kennt unseren Verein und wird deshalb keine große Eingewöhnungszeit brauchen. Mit seiner Fußballkompetenz, seiner Erfahrung, seinem Netzwerk und seiner Leidenschaft wird er sich einbringen und uns dabei helfen, diese Situation zu meistern. Wir werden mit aller Kraft gemeinsam daran arbeiten, aus dem Tabellenkeller zu kommen."

Yildirim bekleidete die Funktion des Managers seit Januar 2016 und verantwortet die Zusammenstellung des aktuellen Kaders. Rachid Azzouzi soll nun frischen Wind bringen. Der Deutsch-Marokkaner ist in Fürth kein Unbekannter. Der 46-Jährige trug von 1997 bis 2003 und nach einem Abstecher nach China im Jahr 2004 noch einmal das Trikot mit dem Kleeblatt auf der Brust. Zudem kam er 37-mal für die marokkanische Nationalmannschaft zum Zug.

Gemischte Bilanz und Kommunikationstalent  

Anschließend baute ihn Helmut Hack vom Assistent der Geschäftsleitung über Teammanager zum Sportdirektor auf. Nach dem Aufstieg mit dem Kleeblatt in die erste Liga verließ er 2012 den Verein, um sich von seinem Lehrmeister Hack zu emanzipieren. Seine Bilanz in den Jahren danach fällt gemischt aus: In der Saison 2012/13 und 2013/14 war er Sportdirektor beim FC St. Pauli und wurde dort im Dezember 2014 beurlaubt. In der Saison 2015/16 war er in derselben Funktion ein Jahr lang bei Fortuna Düsseldorf, wohin ihn der ehemalige Fürther Trainer Frank Kramer gelotst hatte. Auch dort musste er vorzeitig seinen Hut nehmen.

"Die Franken sind nicht für ihre Euphorie bekannt", hat Azzouzi 2009 einmal den Nürnberger Nachrichten gesagt. Seine Art der Kommunikation und Motivation dürfte Hack dazu bewogen haben, Yildirim für ihn auszutauschen. Zudem wird von Azzouzi erwartet, dass er den offensichtlich nicht ausgewogen zusammengestellten Kader – mit zweifellos talentierten Spielern – in der Winterpause punktuell verändert. Dass er dafür erheblich weniger Geld als in Hamburg und Düsseldorf zur Verfügung hat, wird die bislang größte Herausforderung für Azzouzi als Manager sein.

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Das Kleeblatt drückt den Schleudersitz: Nach einer vor allem auswärts verheerenden Bilanz von nur einem einzigen Punkt setzt SpVgg Greuther Fürth Manager Yildirim vor die Tür. Der Nachfolger steht auch schon fest: Rachid Azzouzi kehrt in den Ronhof zurück.


 

Martin Schano

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