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Bamberg bedient: Niederlage zum Ende der Vorbereitung

Gegen die Bayern hat Brose nicht den Hauch einer Chance - 25.09.2017 11:48 Uhr

Maodo Lo und Brose Bamberg unterlagen im Vorbereitungsturnier gegen den FC Bayern Basketball klar. © Sportfoto Zink


Die Bamberger, die auf Ricky Hickman verzichteten, hatten dabei von Beginn an enorme Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Während offensiv in den ersten rund dreieinhalb Minuten fast nichts lief und nur zwei mickrige Punkte auf die Anzeigentafel kamen, legten die Bayern los wie die Feuerwehr und sammelten im gleichen Zeitraum neun Zähler.

Im Anschluss daran konnte das Trio Staiger, Zisis und Mitrovic zwar ein paar Treffer für Brose landen, doch anders als noch in den vorangegangen zwei Turniertagen bekam der Meister gegen flink agierende Bayern-Spieler defensiv keinen Zugriff und war daher auch einmal mehr sehr foulanfällig - Neuzugang Quincy Miller hatte bis zur Pause bereits drei Regelverstöße auf seinem Konto.

Viele individuelle Fehler

Coach Trinchieri versuchte an der Seitenlinie mit taktischen Anweisungen und diversen Spielerwechseln (lediglich Daniel Hackett kam nicht zum Einsatz) alles, um sein Team auf Kurs zu bringen. Doch gegen stark spielende Münchner, die mit Stefan Jovic auf ihren Starting-Point Guard verzichten mussten und obendrein noch Backup-Aufbau Braydon Hobbs und Star-Einkauf Jared Cunningham schonten, schien nichts zu fruchten.

Unter anderem 15 Ballverluste, die Bayern zu einigen Fastbreaks nutzte, waren dafür verantwortlich, dass der Rückstand zwischenzeitlich bis auf 17 Zähler (39:22) angewachsen war. In der Schlussphase versuchte sich Luka Mitrovic mit fünf Punkten in Folge noch einmal dagegen zu stemmen, aber ein Dreier von Bayern-Topscorer Vladimir Lucic (15 Punkte zur Pause bei 100% Trefferquote) verhinderte ein freundlicheres Halbzeitergebnis für Brose (27:42).

Nach dem Seitenwechsel merkte man Elias Harris & Co. an, dass sie bemüht waren, in der Defensive eine Schippe drauf zu legen und dann aus Rebounds oder Ballgewinnen heraus schnell nach vorne zu spielen. Kam das Bamberg-Team ins Laufen sahen die Angriffsbemühen sehr ordentlich aus und fanden zumeist ein positives Ende.

Allerdings gelang dies den Oberfranken zu wenig. Der Bundesligakonkurrent aus Oberbayern wirkte auch im dritten Viertel wesentlich besser eingespielt und fitter. Daher fand die Mannschaft von Vize-Europameister-Coach Aleksandar Djordjevic auch weiterhin nahezu spielend leicht Mittel und Wege, um zu scoren - die Punktedifferenz pendelte stets zwischen 14 und 18 Punkten.

Der Meister muss sich steigern

Mit einer Hypothek von 17 Zählern (41:58) ging es dann ins Schlussviertel. Dort zeigten die Brose-Boys in den ersten knapp drei Minuten was man zu leisten im Stande ist. Ein schneller 9:2-Run brachte den Meister wieder auf zehn Punkte (50:60) heran.

Doch ein Foul von Nikos Zisis an Vladimir Lucic beim Dreier erstickte das aufkeimende Bamberger Strohfeuer gleich wieder im Keim. Fortan gab es wieder unnötige Turnover, die die Bayern in leichte Punkte nach Schnellangriffen ummünzten und den alten Abstand wiederherstellten (50:66, Mitte des vierten Viertels). Davon sollten sich die Domstädter nicht mehr erholen.

Am Ende musste Brose Bamberg zum Abschluss des Zadar Basketball Tournament eine bitte 58:71-Niederlage im Prestigeduell gegen die Bayern-Basketballer, die in Vladimir Lucic (17) ihren besten Punktesammler hatten, quittieren. Man muss an dieser Stelle zwar noch berücksichtigen, dass dies erst das dritte Spiel für Bamberg war, seit die Nationalspieler zurückgekehrt sind - für Nikolic war es gar erst der erste Auftritt mit seinen neuen Teamkollegen.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass sich die Oberfranken insbesondere in Sachen Foulmanagement (Bamberg beging insgesamt 25 Fouls) und Ballhandling (27 Ballverluste, 7 davon gingen auf das Konto von Luka Mitrovic) steigern müssen, will man am kommenden Freitag beim Saisonstart in Würzburg keine böse Überraschung erleben.

Brose Bamberg: Lô (12 Punkte), Mitrovic (9), Rubit (8), Zisis (6), Staiger (6), Nikolic (5), Harris (4), Taylor (3), Heckmann (3), Miller (2), Radosevic 

Benjamin Strüh

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